Millionenbau

Symbolik statt Augenhöhe? Der Streit um das Zukunftszentrum Halle

Der Bau verzögert sich, die Kosten steigen und steigen: Wie ein Prestigebau für 277 Millionen Euro das Gegenteil dessen bewirken könnte, was er verspricht.

Harald Neuber
9 Min
Modell des Zukunftszentrums: So soll es mal aussehen.

Modell des Zukunftszentrums: So soll es mal aussehen.

© RICHTER MUSIKOWSKI Architekten PartGmbB

Es gibt Projekte, die so viel Symbolik tragen, dass sie unter deren Last zusammenzubrechen drohen. Das „Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation“ in Halle an der Saale ist auf dem besten Weg, ein solches Projekt zu werden. Ursprünglich mit gut 200 Millionen Euro veranschlagt, soll der Bau am Riebeckplatz nun mehr als 277 Millionen Euro kosten – ein Drittel mehr als geplant, und das, bevor auch nur ein einziger Bagger gerollt ist. Die Fertigstellung wurde auf 2032 verschoben. Der Bundestag müsste als Nächstes weitere Millionen freigeben, um die Planungen überhaupt voranzutreiben. Und in Halle, in Sachsen-Anhalt, im gesamten Osten fragen sich die Menschen: Für wen wird hier eigentlich gebaut?

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