Riesenjubel bei Marc-Aurel Spalek und Lennart Weitzmann: Die beiden jungen Chemnitzer Landschaftsgärtner haben in Shanghai bei den WorldSkills eine Bronzemedaille eingeheimst. Die zwei jungen Leute aus dem Chemnitzer Landschaftsgärtnerbetrieb Wirth & Wiener haben sich vier Tage lang in den Wettkampf gestürzt, mussten neben reinem Landschaftsbau auch eine hölzerne Brücke bauen und fachgerecht Flächen gestalten.
Nach Fertigstellung ihres asiatischen Gartens ahnten die beiden Chemnitzer Landschaftsgärtner wohl schon, dass sie in die Medaillenränge kommen könnten. Sie sind die einzigen Ostdeutschen, die in der Medaillenliste auftauchen. Bundestrainer Johannes Gaugel freute sich mit seinen Schützlingen.
© Frank Erpinar/worldskillsgermany
Insgesamt holte das Team Germany in der chinesischen Metropole zweimal Gold (Betonbau, Tischlerei), einmal Silber (Zimmerei) und dreimal Bronze (Garten- und Landschaftsbau, Netzsicherheit, Wassertechnologie) ein. Dazu gab es zehn Exzellenzmedaillen.
Marc-Aurel Spalek (r.) und sein Mitstreiter Lennart Weitzmann haben in Shanghai Großes vollbracht. Die beiden Chemnitzer Landschaftsgärtner haben bei der Berufe-WM Bronze geholt und sich so einen Traum erfüllt. Vor ihnen landeten nur ihre Berufskollegen aus Frankreich und China.
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Die beiden jungen Leute waren für ihre Trainingseinheiten von ihrem Chef Burkhardt Wiener freigestellt worden, um unter Anleitung des Bundestrainers der Landschaftsgärtner und des sächsischen Landestrainers in Chemnitz als Trainingslager chinesische Gärten zu gestalten und sich in den dafür nötigen Fertigkeiten zu schulen. Burkhardt Wiener: „Wir investieren in Mitarbeiter und fördern Talente. Die beiden sammeln dort Erfahrungen, die sie sonst kaum machen würden. Wann gestaltet man schon einmal einen chinesischen Garten?“
Billig verarbeitetes Handwerkszeug vor Ort
Knackpunkte waren ohne Zweifel genau jene Konstruktionselemente, die durch die beiden Landschaftsgärtner hergestellt werden mussten. „Besonders schwierig war natürlich, dass wir bis dahin noch nie wirklich einen chinesischen Garten gebaut haben und daher keine Erfahrungen in dem Bereich mitbringen konnten“, schätzte Lennart Weitzmann am Montag nach dem Wettkampf auf Nachfrage unserer Redaktion ein.
Marc-Aurel Spalek sinnierte vor allem über die Werkzeuge. „Die Handwerkzeuge waren teilweise billig verarbeitet oder einfach ungewohnt. Gerade bei der Steinbearbeitung war das eher ungünstig, dass man nicht mit seinen gewohnten Arbeitsgeräten agieren konnte“, hat der junge Landschaftsbauer aus Chemnitz festgestellt.
Am meisten hat die beiden jedoch die Größe der ganzen Veranstaltung beeindruckt. „Das gigantische Messegelände, die tausenden Helfer, die dir einfach nur zuwinken und lächeln und natürlich die ganze Transportlogistik. 1400 Teilnehmer plus Experten jeden Tag zu bewegen ist wirklich beeindruckend“, zeigte sich Spalek vor allem vom Umfeld der Berufe-WM fasziniert.
Für die Teilnehmer war die WM eine große Erfahrung
Lars Wagner, Heizungsbauer aus Oederan, konnte bei der Berufe-WM mit Platz 5 sicher sehr gut leben.
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So ging es sicher den meisten Teilnehmern im Team Germany. In 31 der 64 Berufsfelder waren deutsche Starter am Werk. Die meisten kamen aus Bayern und Baden-Württemberg. Neben den beiden Landschaftsgärtnern aus Chemnitz waren zwei weitere Sachsen sowie zwei Mecklenburger in Shanghai mit von der Partie.
Isabell Alina Kischka kam in Shanghai auf Platz 17 im Berufsfeld Pflege und Gesundheit.
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Diese jungen ostdeutschen Fachkräfte konnten sich ebenfalls mit ihren Berufskollegen aus aller Welt messen und haben zumindest einen großen Erfahrungsschatz in China gewonnen – denn bei der Berufe-WM gilt auch das olympische Motto für die meisten: „Dabeisein ist alles“.
Der Chemnitzer Bäcker Tobias Karl Miklos blieb mit Platz 19 hinter den eigenen Erwartungen zurück.
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Der junge, ambitionierte Bäcker Tobias Karl Miklos, der auch aus Chemnitz nach Shanghai gereist war, wurde in einem extrem harten Wettkampf 19. und Isabell Alina Kischka aus der Universitätsmedizin Rostock kam auf Platz 17 im Bereich der Gesundheits- und Pflegeberufe ein.
Nils Jakubzick war bei den App-Entwicklern am Start und kam auf Platz 5.
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Deutsches Handwerk im Hightechland China: 36 junge Fachkräfte im Kampf um Gold
Wie Ostdeutschland an der Energiewende mitverdienen will
Lars Wagner aus Oederan in Sachsen kam auf Platz 5 und erhielt ebenso eine Exzellenz-Medaille im Bereich Heizung/Sanitär wie der Potsdamer Student Nils Jakubzick, der in der Branche Mobile App-Entwicklung ebenfalls 5. Platz erreichte.
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