Im deutschen Bäckerhandwerk hat es im vergangenen Jahr so viele Neugründungen gegeben wie nie zuvor. Nach Angaben des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks wagten 448 Bäckermeister den Schritt in die Selbstständigkeit. Der Branchenumsatz stieg um 1,3 Prozent auf rund 18 Milliarden Euro.
Der Verband wertet die Entwicklung als Zeichen dafür, dass sich die Branche trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen widerstandsfähig zeige. Als möglichen Hintergrund nennt er die in den Vorjahren gestiegene Zahl der Beschäftigten und der Auszubildenden, die nun den Weg in die unternehmerische Selbstständigkeit ebne.
Kleinere Betriebe geraten zunehmend unter Druck
Trotz der Rekordzahl an Neugründungen setzt sich der langfristige Rückgang im Bäckerhandwerk fort. Die Gesamtzahl der handwerklichen Bäckereibetriebe sank 2025 um 2,8 Prozent auf weniger als 8700 Unternehmen. Besonders betroffen sind kleinere Betriebe mit einem Jahresumsatz von unter 500.000 Euro.
Verbandspräsident Roland Ermer warnte vor einer zu optimistischen Lesart der Zahlen. Von einer Entwarnung könne keine Rede sein, sagte er. Viele Betriebe arbeiteten am Limit und sähen sich täglich mit gestiegenen Kosten und einer wachsenden Bürokratie konfrontiert.
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