Der Konzernbetriebsrat von Volkswagen hat die Kommunikation von Vorstandschef Oliver Blume scharf kritisiert. Blume habe sich weiterhin nicht direkt gegenüber der Belegschaft erklärt, sagte ein Sprecher des Konzernbetriebsrats. Die Zitate in der Presse brächten „keinerlei Klarheit“ und machten „alles nur noch schlimmer“.
Besonders belastend sei die Lage für die mehr als 40.000 Beschäftigten an den fünf seit Wochen in den Schlagzeilen genannten Standorten Emden, Hannover, Neckarsulm, Osnabrück und Zwickau, so der Sprecher. Deren „früher oder später drohendes Aus“ bestimme seit Wochen die Berichterstattung, ohne dass es offizielle Angaben des Unternehmens gebe.
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Ultimatum von VW-Betriebsrat an Blume verstrichen
In der Belegschaft herrsche ein „enormer Vertrauensverlust" gegenüber dem Manager, teilte der Betriebsrat dem Sender RTL/ntv weiter mit. Blume habe sich zu Beginn seiner Amtszeit als „der Olli“ und „Kind der Region“ präsentiert, der seine Aufgabe „für die Menschen“ machen wolle. Davon sei „inzwischen so gut wie nichts mehr übrig“, sagte der Sprecher. Nach der Sommerpause müsse Blume in Betriebsversammlungen direkt vor den Beschäftigten Rede und Antwort stehen.
Zuvor war ein Ultimatum von Betriebsratschefin Daniela Cavallo an Blume verstrichen, sich gegenüber der Belegschaft zu äußern. Cavallo hatte nach der jüngsten Aufsichtsratssitzung erklärt: „Es reicht! Das Fass ist zum Überlaufen gekommen“. Der Umgang des Vorstands mit der Belegschaft sei „an Respektlosigkeit nicht mehr zu überbieten“.
Blume selbst hatte zuletzt eine leichte Kursänderung angedeutet. „Es gibt intelligentere Lösungen, als Werke zu schließen“, sagte er. Die Fabrikkosten in Deutschland seien im vergangenen Jahr um durchschnittlich 20 Prozent verbessert worden. Das Unternehmen müsse aber weiter Kosten senken. Offizielle Angaben zum Umfang des Sparpakets gibt es nicht. Das Manager Magazin berichtete, weltweit könnten bis zu 100.000 Stellen wegfallen.
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