Der Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn zieht nach übereinstimmenden Medienberichten einen mehrstufigen Personalwechsel in der Bundesregierung nach sich. Bisheriger Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) soll demnach den Posten des Fraktionsvorsitzenden von Spahn übernehmen.
Um die dadurch entstehende Lücke im Kanzleramt zu schließen, soll die amtierende Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) an die Spitze des Kanzleramts wechseln. Das dann vakante Gesundheitsressort soll an CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann gehen.
Bisher keine offizielle Bestätigung
Merz hatte am Mittwoch bekanntgegeben, dass Kanzleramtschef Thorsten Frei als Nachfolger von Jens Spahn an die Fraktionsspitze wechseln wird. Schon seit Dienstagabend war Warken als Nachfolgerin von Frei im Gespräch, soll aber aus familiären Gründen zunächst mit ihrer Zusage gezögert haben. Linnemanns Posten als CDU-Manager soll die bisherige Schatzmeisterin der Partei, Franziska Hoppermann, übernehmen. Der bisherige Parlamentarische Staatssekretär im Digitalministerium, Philipp Amthor (CDU), soll den Bund-Länder-Beauftragten Michael Meister im Kanzleramt ablösen.
Offiziell bestätigt sind die Personalien bislang nicht.
Spahn gab Amt nach Kritik an Baby aus Leihmutterschaft auf
Spahn war als Unionsfraktionschef im Bundestag zurückgetreten, nachdem er öffentlich gemacht hatte, dass er und sein Ehemann Daniel Funke mit Hilfe einer Leihmutter in den USA ein Kind bekommen hatten. Mit dem Rückzug reagierte er auf die scharfe Kritik auch innerhalb der Union an seinem Verhalten. In Deutschland ist Leihmutterschaft verboten. Der 46-jährige CDU-Politiker aus Nordrhein-Westfalen sagte nicht, ob er sein Bundestagsmandat behalten will.
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