Sonntagsfrage

AfD erreicht neuen Höchstwert: 28 Prozent im aktuellen Forsa-Trendbarometer

Die AfD legt in einer neuen Umfrage weiter zu und distanziert die Union deutlich. Bundeskanzler Merz rutscht auf einen neuen Tiefstwert bei der Zufriedenheit ab.

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AfD-Chefs Alice Weidel und Tino Chrupalla

AfD-Chefs Alice Weidel und Tino Chrupalla

© Michael Kappeler/dpa

Die AfD hat im wöchentlichen RTL/ntv-Trendbarometer des Meinungsforschungsinstituts Forsa einen Prozentpunkt hinzugewonnen und kommt nun auf 28 Prozent. Damit liegt die Partei sieben Prozentpunkte vor CDU und CSU, die unverändert bei 21 Prozent verharren. Es ist laut Forsa der bislang größte gemessene Abstand zwischen beiden Parteien. Einen Wert von 28 Prozent hatte die AfD in der Forsa-Erhebung zuvor nur einmal Mitte Mai erreicht.

Käme es in dieser Woche zur Bundestagswahl, entfielen laut Umfrage 16 Prozent auf die Grünen, jeweils 12 Prozent auf Linke und SPD sowie 4 Prozent auf die FDP. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) wird nicht mehr gesondert ausgewiesen, da die Zustimmung unter 3 Prozent liegt. Auf sonstige Parteien entfallen 7 Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt 27 Prozent.

Merz mit neuem Tiefstwert

Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) verliert weiter an Zustimmung. Nur noch 14 Prozent der Befragten zeigen sich mit seiner Arbeit zufrieden, ein Punkt weniger als in der Vorwoche. Der Anteil der Unzufriedenen stieg um zwei Punkte auf 85 Prozent. Unter den Anhängern von CDU und CSU sind 48 Prozent mit Merz zufrieden, 50 Prozent unzufrieden. Bei den Anhängern der SPD äußern sich 19 Prozent zufrieden.

In einer Sonderumfrage für den Stern und RTL fragte Forsa, ob die Union mit einem anderen Kanzler mehr Zustimmung bekäme. 43 Prozent bejahten dies, 51 Prozent verneinten. Auch unter den Unionsanhängern zeigt sich ein geteiltes Bild: 46 Prozent halten einen Wechsel für vorteilhaft, 48 Prozent nicht.

Pessimismus bei Wirtschaftserwartungen

Die Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung fallen weiter. 73 Prozent der Befragten rechnen mit einer Verschlechterung, zwei Punkte mehr als in der Vorwoche. Nur 11 Prozent erwarten eine Verbesserung. Damit ist die Einschätzung der wirtschaftlichen Lage laut Forsa so pessimistisch wie noch nicht in diesem Jahr.

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Für das Trendbarometer befragte Forsa im Auftrag von RTL Deutschland zwischen dem 28. Juli und dem 3. August 2.501 Personen. Die statistische Fehlertoleranz gibt das Institut mit plus/minus 2,5 Prozentpunkten an.

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