Ein Brand im Klinikum Cracau der Magdeburger Universitätsmedizin hat am Montag drei Menschen verletzt und einen Millionenschaden verursacht. Zwei Stationen seien betroffen gewesen, rund 70 Patienten hätten zeitweilig evakuiert werden müssen, teilte die Universität in Magdeburg mit. Die Brandursache sei noch unklar, die Kriminalpolizei ermittle.
Das Feuer war den Angaben zufolge gegen 8.40 Uhr in einem Patientenzimmer ausgebrochen. Die Patientin, in deren Zimmer der Brand entstand, erlitt eine Rauchgasvergiftung. Sie sowie zwei weitere leicht verletzte Personen wurden in der Notaufnahme des Klinikums versorgt und anschließend auf die Intensivstation aufgenommen. Ihr Zustand sei stabil, hieß es.
Unterbringung in Kirche und Gemeindesaal
Die evakuierten Patienten seien zunächst in einer nahegelegenen Kirche und in einem Saal der Pfeifferschen Stiftungen untergebracht und betreut worden, erklärte Thomas Schröder, Geschäftsführer des Klinikums Cracau. Die meisten Patienten konnten inzwischen in ihre Zimmer zurückkehren. Die Patientenversorgung sei mit den vorhandenen Kapazitäten sichergestellt.
Die unmittelbar vom Brand betroffene gastroenterologische Station – der Bereich für Erkrankungen des Verdauungstrakts – sei durch das Feuer erheblich beschädigt worden, teilte die Universität mit. Die Wiederherstellung werde mehrere Monate in Anspruch nehmen.
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Seit August 2025 ist das Klinikum Cracau Teil der Universitätsmedizin Magdeburg. Zuvor gehörte es zu den Pfeifferschen Stiftungen, einer 1889 gegründeten diakonischen Einrichtung. (mit epd)
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