Nach einem Medienbericht will die Bundesregierung Moskau in den kommenden Tagen offiziell für einen versuchten Drohnenanschlag am Flughafen Leipzig Anfang August verantwortlich machen. Parallel sollen umfangreiche Maßnahmen angekündigt werden.
Berlin bereite die offizielle Zuordnung des Vorfalls vom 4. August an Russland vor, berichtete die Welt am Sonntag am Samstag unter Berufung auf drei mit dem Vorgang vertraute Personen. Zeitgleich sollten den Berichten zufolge umfangreiche Maßnahmen angekündigt werden.
Dabei gehe es um eine Kombination aus direkten Schritten Deutschlands und neuen EU-Sanktionen, hieß es weiter. Die Ankündigung sei für Anfang kommender Woche parallel zum Treffen der EU-Außenminister in Irland am Dienstag geplant. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) könne die Entscheidung den Berichten zufolge aber auch vorziehen.
Ein Regierungssprecher wollte den Bericht nicht bestätigen. Das Kanzleramt beteilige sich nicht an Spekulationen, sagte er. „Relevant ist allein die offizielle Zuordnung, die die Bundesregierung nach eigenem Ermessen und unter Abwägung aller Ermittlungsergebnisse vornimmt.“
Sprengstoffdrohne nahe ukrainischen Frachtflugzeugen
Am Abend des 4. August war am Flughafen Leipzig eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden. In ihrer Nähe befanden sich nach den vorliegenden Angaben mehrere ukrainische Frachtflugzeuge. Der Flughafen gilt als Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen für die Ukraine im Krieg gegen Russland. Berichten zufolge kamen in Leipzig mehrere Drohnen zum Einsatz.
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Merz hatte am Donnerstag in einem RTL-Interview angekündigt, die Bundesregierung werde die Verantwortlichen des Vorfalls in Kürze benennen. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte bislang lediglich von „fremden Mächten“ gesprochen. (mit dpa)
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