Die AfD hat in der jüngsten Insa-Umfrage einen neuen Höchstwert erreicht. Mit 29,5 Prozent liegt die Partei so hoch wie nie zuvor in einer Befragung des Meinungsforschungsinstituts.
Der Abstand zur zweitplatzierten CDU beträgt zehn Prozentpunkte. Erhoben wurde die bundesweite Sonntagsfrage rund um die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern und die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus. Der Rekord fällt damit in eine Phase, in der die Union bei mehreren Wahlen schwere Verluste verkraften musste.
Wie hoch liegt die AfD in der Insa-Umfrage?
Nach Angaben von Insa kommt die AfD auf 29,5 Prozent. Das Meinungsforschungsinstitut bezeichnet diesen Wert als den höchsten, den es je für die Partei ermittelt hat.
Auf dem zweiten Platz folgt die CDU mit 19,5 Prozent. Den dritten Rang teilen sich SPD und Grüne mit jeweils 13,5 Prozent.
Dahinter liegt die Linke mit 10,5 Prozent. Auf sonstige Parteien entfallen zusammen 5,5 Prozent der Stimmen. Das BSW erreicht der Befragung zufolge 3,5 Prozent der Stimmen, die FDP 4,5 Prozent. Die zwei Parteien würden laut der Insa-Umfrage den Einzug in den Bundestag verpassen.
Wann wurde die Insa-Umfrage durchgeführt?
Die Befragung lief vom 18. bis zum 21. September. Sie startete kurz vor den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin und endete am Tag nach der Wahl. Die Umfrage erfasst damit die Stimmung unmittelbar vor und nach zwei wichtigen Urnengängen.
So schlecht schitt die CDU bei den Landtagswahlen ab
Zeitgleich zum Umfragehoch der AfD hat die CDU bei mehreren Wahlen herbe Verluste erlitten. In Mecklenburg-Vorpommern erreichte die Union nur 4,9 Prozent und verpasste den Wiedereinzug in den Landtag – zum ersten Mal in der Geschichte der Partei.
Zuvor war die CDU in Sachsen-Anhalt um fast 20 Prozentpunkte auf 17,2 Prozent abgestürzt und hinter der AfD gelandet. Rund zwei Wochen später folgte das Debakel in Mecklenburg-Vorpommern.
Auch in Berlin büßte die Union fast zehn Prozentpunkte ein und war dort nicht mehr stärkste Kraft. Die CDU stellt in Berlin mit Kai Wegner derzeit noch den Regierenden Bürgermeister.
Wer gewann in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin?
In Mecklenburg-Vorpommern kam die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig auf 35,5 Prozent. Stärkste Kraft wurde die AfD mit 38,2 Prozent der Stimmen. Die Grünen kamen auf 5,7 Prozent, die Linke auf 6,5 Prozent – ein deutlicher Rückgang gegenüber 9,9 Prozent im Jahr 2021.
Schwesig strebt eine rot-rot-grüne Koalition an, die im Landtag über eine Mehrheit verfügen würde. In Berlin verdoppelte die Linke ihr Ergebnis und gewann die Abgeordnetenhauswahl mit 25,7 Prozent. Die AfD wurde dort mit 16,3 Prozent drittstärkste Kraft, vor den Grünen mit 14,3 Prozent und der SPD mit 12,1 Prozent. BSW und FDP zogen nicht ins Abgeordnetenhaus ein.
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