Verkehr

Leipzig erhält 323.000 Euro für Planung des Radschnellwegs nach Schkeuditz

Die Route R3 soll vom Hauptbahnhof entlang des S-Bahnbogens Gohlis bis zur Stadtgrenze führen. Der Bau ist derzeit bis 2038 vorgesehen.

Alexander Angierski
2 Min
Radschnellweg-Planung: Leipzig erhält Fördergeld für die weitere Ausarbeitung der Route R3 nach Schkeuditz. (Symbolbild)

Radschnellweg-Planung: Leipzig erhält Fördergeld für die weitere Ausarbeitung der Route R3 nach Schkeuditz. (Symbolbild)

© IlluPics/imago

Das Geld stammt aus einem Fördermittelbescheid des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr. Der Bund trägt bei Radschnellwegen 75 Prozent der Planungskosten. Das beauftragte Planungsbüro hat bereits zu Jahresbeginn mit der Arbeit begonnen. Grundlage ist eine Machbarkeitsstudie, die eine bevorzugte Streckenführung ermittelt hatte; diese Variante wird nun im Detail ausgearbeitet.

Innerhalb Leipzigs soll die Verbindung an der Westseite des Hauptbahnhofs beginnen und entlang des S-Bahnbogens Gohlis durch Möckern, Wahren, Stahmeln und Lützschena bis zur Stadtgrenze verlaufen. Dort endet die Zuständigkeit der Stadt: Die weiterführenden Planungen in Richtung Schkeuditz übernimmt das Landesamt für Straßenbau und Verkehr. Nach Angaben der Stadt könnte die Strecke perspektivisch bis nach Halle verlängert werden – festgelegt ist das nicht.

Radschnellwege sollen nach Darstellung der Stadt zügiges und sicheres Radfahren über längere Distanzen ermöglichen, möglichst kreuzungsarm und getrennt vom Autoverkehr. Ziel sei es, vor allem Berufspendler zum Wechsel vom Auto aufs Fahrrad zu bewegen und so Straßen sowie innerstädtische Quartiere zu entlasten.

Leipziger Abschnitt auf 19,3 Millionen Euro geschätzt

Wie teuer der Bau tatsächlich wird, soll die vertiefte Planung klären. Die Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2020 hatte die Kosten für den Abschnitt im Leipziger Stadtgebiet auf 19,3 Millionen Euro geschätzt. Der Zeitplan reicht weit: Der Bau ist derzeit bis 2038 vorgesehen.

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Baubürgermeister Thomas Dienberg bezeichnete den Radschnellweg als Premiuminfrastruktur für Pendlerinnen und Pendler. Die Stadt sieht das Projekt im Leipziger Nordraum als besonders chancenreich an und verweist auf die Unterstützung durch die Metropolregion Mitteldeutschland. Bereits 2020 hatten Vertreter aus Politik und Gesellschaft aus Leipzig, Schkeuditz, Kabelsketal und Halle ihre Unterstützung in einer gemeinsamen Absichtserklärung bekundet.

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