Ein in Jena gebauter Mini-Laser soll am 20. Oktober mit der japanischen Raumsonde „MMX“ zum Marsmond Phobos starten. Das teilte das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF in Jena mit. Die Sonde der japanischen Raumfahrtagentur Jaxa hebt mit einer H3-Rakete vom Weltraumbahnhof Tanegashima ab. Nach rund einem Jahr Flug soll sie Phobos aus der Nähe untersuchen und dort mindestens zehn Gramm Gestein einsammeln. 2031 soll die Probe über Australien abgeworfen werden.
Der Laser aus Jena gehört zu einem Spektrometer, das den Boden des Marsmonds vor Ort untersucht. Er bestrahlt das Gestein mit grünem Licht, aus der zurückgeworfenen Strahlung lesen Forscher die Zusammensetzung ab. Das Gerät wiegt etwa 50 Gramm und leistet mehr als 100 Milliwatt, rund das Hundertfache eines Laserpointers. Es ist für Temperaturen zwischen minus 130 und plus 24 Grad ausgelegt. Statt die Optik zu kleben, hat das Institut die Bauteile mit einem Laser gelötet. So sollen sie über Jahre in Position bleiben, denn nach dem Start lässt sich nichts mehr nachjustieren.
Entwickelt wurde das System ursprünglich für die europäisch-russische Mission ExoMars. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine stoppte die Esa 2022 die Zusammenarbeit mit Russland, der Start fiel aus. Über das spanische Raumfahrtinstitut INTA kam ein baugleicher Laser nun in das Instrument der japanischen Mission. ExoMars soll ohne russische Beteiligung 2028 starten, erneut mit Lasertechnik aus Jena.
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Die Jaxa nennt als Startzeit den 20. Oktober um 4.41 Uhr japanischer Zeit. Den Rover, der auf Phobos landen soll, plant sie für die Jahre 2027 bis 2030 ein; das Fraunhofer IOF nennt dafür das Jahr 2029.
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