THG-Prämie

Bis 31. Oktober: Was E-Auto-Fahrer jetzt erledigen müssen, sonst sind bis zu 350 Euro weg

THG-Prämie 2026 beantragen: Bei vielen Anbietern endet die Frist am 31. Oktober. Wer Anspruch hat, wie hoch die Prämie ist und ob sie steuerfrei ist.

4 Min
Laden am Straßenrand: Für reine Elektroautos gibt es 2026 bis zu 350 Euro THG-Prämie. Bei den meisten Anbietern endet die Antragsfrist am 31. Oktober. (Symbolbild)

Laden am Straßenrand: Für reine Elektroautos gibt es 2026 bis zu 350 Euro THG-Prämie. Bei den meisten Anbietern endet die Antragsfrist am 31. Oktober. (Symbolbild)

© Imago

Wer ein Elektroauto fährt, kann sich für 2026 bis zu 350 Euro sichern, steuerfrei und mit fünf Minuten Aufwand. Bei den meisten Anbietern geht das aber nur noch bis zum 31. Oktober.

Danach ist die THG-Prämie für dieses Jahr verloren. 2027 nachholen lässt sie sich nicht.

Die Summe nennt Finanztip mit Stand Mitte Oktober, so viel gab es lange nicht. Anspruch haben die Halter von gut zwei Millionen reinen E-Autos, so viele zählte das Kraftfahrt-Bundesamt Anfang des Jahres.

THG-Prämie 2026: Warum schon Ende Oktober Schluss ist

Gesetzlich gilt der 15. November. Bis dahin müssen die Dienstleister alle Anträge beim Umweltbundesamt einreichen, so regelt es die 38. Bundes-Immissionsschutzverordnung.

Weil die Anbieter jeden Fahrzeugschein vorher prüfen und bündeln, nehmen die meisten nur bis zum 31. Oktober an. Einzelne lassen sich etwas mehr Zeit. Wer sichergehen will, beantragt in den nächsten Tagen.

Wer die THG-Prämie bekommt

Das Geld steht dem Halter zu, der im Fahrzeugschein eingetragen ist. Es gibt die Prämie nur für reine Elektroautos, Plug-in-Hybride gehen leer aus.

Auch Leasingkunden können profitieren. Beim Privatleasing steht in der Regel der Leasingnehmer als Halter im Schein. Ein Blick in den Vertrag schadet trotzdem nicht, denn manche Leasinggeber sichern sich die Quote dort selbst.

THG-Prämie beantragen: So funktioniert es

Den Antrag stellen E-Auto-Fahrer online bei einem THG-Dienstleister. Mehr als ein Foto des Fahrzeugscheins und die Kontoverbindung braucht es nicht.

Der Dienstleister lässt die eingesparte CO2-Menge vom Umweltbundesamt bescheinigen und verkauft das Zertifikat an Mineralölkonzerne. Die brauchen es für ihre gesetzliche Klimaquote. Das Geld kommt also nicht vom Staat, sondern aus der Ölbranche.

Bis die Prämie auf dem Konto ist, vergehen meist einige Monate.

THG-Anbieter vergleichen: Garantie schlägt Sofortgeld

Wer schnell Geld will, zahlt drauf. Im Anbietervergleich von Auto Bild bietet ein Dienstleister 380 Euro als Garantieprämie, bei Auszahlung binnen 30 Tagen aber nur 285 Euro.

Die Verbraucherseite rät ohnehin zur festen Prämie, auf Vergleichsportalen meist „Garantie“ genannt. Bei flexiblen Modellen hängt der Betrag davon ab, wie gut der Anbieter das Zertifikat verkauft. Angebote mit über 400 Euro enthalten einen Neukundenbonus, den es nur einmal gibt.

Vorsicht bei der Laufzeit: Viele Anbieter verkaufen Kombi-Verträge für 2026 und 2027 oder verlängern automatisch. Bei einzelnen Anbietern lässt sich so ein Vertrag noch bis 15. Dezember auf 2026 begrenzen.

Genau hinsehen sollte man auch beim Auszahlungszeitpunkt. Manche Dienstleister zahlen erst, wenn sie das Zertifikat verkauft haben. Klappt das nicht, gibt es nichts. Sicherer sind Anbieter, die schon nach der Bescheinigung durch das Umweltbundesamt zahlen.

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Ist die THG-Prämie steuerfrei?

Für private Halter ja. Nach einer bundeseinheitlich abgestimmten Verwaltungsauffassung ist die Prämie im Privatvermögen keine steuerpflichtige Einnahme.

Bei Firmenwagen sieht es anders aus. Im Betriebsvermögen ist die Prämie eine Betriebseinnahme und wird versteuert.

Warum die THG-Prämie 2026 so hoch ist

Seit diesem Jahr gelten strengere Regeln für die Klimaquote der Ölkonzerne. Biokraftstoffe zählen nicht mehr doppelt, Palmöl ist ganz ausgeschlossen. Saubere Zertifikate aus Elektroautos sind dadurch mehr wert.

Für Halter heißt das: Wer bis Ende Oktober nicht beantragt, verschenkt Geld, das ihm zusteht. Kaum ein Formular rechnet sich besser.

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