Die Mutter des Rammstein-Sängers Till Lindemann, Gitta Lindemann, ist offenbar im Alter von 87 Jahren gestorben. Dies berichten mehrere Medien übereinstimmend.
In Mecklenburg-Vorpommern war sie als Kulturchefin des Norddeutschen Rundfunks bekannt, die die Kulturberichterstattung im Nordosten prägte. Geboren wurde sie 1939 in Dresden.
Lindemann arbeitete beim DDR-Radio
Für die breite Öffentlichkeit war Gitta Lindemann oft nur über ihren berühmten Sohn präsent. In Mecklenburg-Vorpommern dagegen galt sie als eigenständige Kulturstimme.
Am 11. April 1939 kam Gitta Lindemann in Dresden zur Welt. Später studierte sie in Leipzig Journalistik. In Leipzig wurde 1963 auch Sohn Till geboren. 1968 zog Gitta Lindemann für ihren Mann, den Schriftsteller Werner Lindemann, in den Norden. Sie arbeitete beim Radio der DDR in Neubrandenburg und pendelte mit den beiden Kindern ins Familienhaus nach Drispeth bei Schwerin.
Im Umfeld lebten viele bekannte Autorinnen und Autoren, darunter Christa und Gerhard Wolf, Helga Schubert, Daniela Dahn und Joochen Laabs.
Werner Lindemann: DDR-Autor und Vater von Till Lindemann
Werner Lindemann wäre am 7. Oktober 100 Jahre alt geworden. Er schrieb in der DDR für Kinder und Erwachsene und zählte zu den bekanntesten Schriftstellern des Landes. Er starb 1993.
Im selben Jahr, in dem ihr Mann starb, wurde Gitta Lindemann laut NDR Kulturchefin beim NDR Mecklenburg-Vorpommern. Dort gründete sie das „Literatur-Café“, eine Sendung über aktuelle Autoren. Im „Kunstkaten“ am Sonntagabend vertiefte sie besondere Kulturthemen aus dem Land. 2002 ging sie in den Ruhestand.
2023 erschien ihr Erinnerungsbuch „Meine Fensterplätze“. In diesem Frühjahr, kurz vor ihrem 87. Geburtstag, stellte sie dann ihren Lyrikband „Lautlos“ auf der Leipziger Buchmesse vor. Dort las sie ihr Gedicht „Himmel“:
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