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Corona

Notbremse: Berlin kurz vor der 100er-Inzidenz – was passiert dann?

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Berlin ist in den vergangenen Tagen nach oben geschnellt: Am Mittwoch betrug der Wert 94,8.

Marco Buchholz Team News dpa/mbz
2 Min
Stühle und Tische einer Außengastronomie am Gendarmenmarkt sind zusammengestellt (Symbolbild).

Stühle und Tische einer Außengastronomie am Gendarmenmarkt sind zusammengestellt (Symbolbild).

© dpa/Paul Zinken

Nun steuert Berlin auf die 100er-Inzidenz zu. Einen Automatismus werde es bei diesen Fragen indes nicht geben, teilte die Gesundheitsverwaltung am Mittwoch auf dpa-Anfrage mit. Über Änderungen der Corona-Strategie befinde immer der Senat. Dieser will sich voraussichtlich am Freitag oder am Wochenende zu einer Sondersitzung zusammenschalten, noch ist allerdings kein Termin bestätigt. Offen ist auch, ob vor der nächsten Schalte der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel am kommenden Montag Entscheidungen fallen.

Berlin: Sieben-Tage-Inzidenz bei 94,8

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte sich zuletzt mehrfach dafür ausgesprochen, bundesweit einheitlich vorzugehen. „Es gibt gute Gründe dafür, dass wir uns an der 100 orientieren. Das ist ein guter und nachvollziehbarer Richtwert“, sagte er am Dienstag. Berlin verzeichnete am Mittwoch laut Gesundheitsverwaltung 94,8 Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Vor einer Woche hatte diese sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz noch bei unter 60 gelegen.

Sollte die, bei konstanten Werten über 100, „Notbremse“ zum Tragen kommen, könnte sie mehrere Bereiche betreffen, in denen es in den vergangenen Tagen und Wochen nach monatelangem Lockdown vorsichtige Öffnungen gab. Es handelt sich etwa um die Regeln für private Zusammenkünfte, die im Lockdown nur mit einer haushaltsfremden Person möglich waren und seit 4. März wieder mit fünf Personen aus zwei Haushalten – jeweils plus Kinder unter 14 Jahren.

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Betreffen könnte das auch zwischenzeitlich geöffnete Einzelhändler, Museen, Galerien, Zoos und Gedenkstätten sowie den Sport im Freien, der seit zwei Wochen mit bis zu fünf Erwachsen aus zwei Haushalten oder bis zu 20 Kindern erlaubt ist. Am Dienstag hatte der Senat zunächst entschieden, weitere Lockerungen zu verschieben.

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