Corona-Proteste in Berlin

Rainer Wendt: Polizeigewerkschafts-Chef will Verbot für „Querdenken“-Demos

Rainer Wendt will „rigoroser“ gegen die Bewegung vorgehen. Für die Genehmigung der Demonstrationen zeigt er kein Verständnis.

Team News Eva Maria Braungart AFP/eb
2 Min
Demonstration von Gegnern und Kritikern der Corona-Maßnahmen am 1. Mai in Berlin-Lichtenberg.

Demonstration von Gegnern und Kritikern der Corona-Maßnahmen am 1. Mai in Berlin-Lichtenberg.

© Imago/Matthias Koch

Verfassungsschutz beobachtet Personen innerhalb der „Querdenken“-Bewegung

Wenn bei solchen Veranstaltungen vorher schon klar sei, dass die Teilnehmer die Auflagen nicht beachten würden, müssten Politik und Justiz dafür sorgen, dass sie nicht stattfänden. Denn sonst müssten die Polizeibeamten sich mit den „Querdenkern“ auseinandersetzen. Beamte seien schon häufig bei den Demos angespuckt, beleidigt und angegriffen worden. „Es ist völlig unverständlich, warum solche Demos überhaupt noch genehmigt werden“, sagte Wendt. Auch Journalisten wurden bereits bei Kundgebungen der „Querdenken“-Bewegung angegriffen. Zuletzt wurden Medienvertreter des SWR mit einem Gegenstand beworfen. Die Stadt Hannover kündigte daraufhin an, sogenannte Schutzzonen für Journalisten bei Querdenken-Veranstaltungen zu schaffen.

Es sei zudem den Bürgern nicht mehr zu vermitteln, dass auf der einen Seite die Bürger wegen nächtlicher Ausgangssperren um 22.00 Uhr nach Hause geschickt würden, während gleichzeitig etwa in Berlin am 1. Mai Menschen bis in die Nacht hätten demonstrieren dürfen.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet Personen und Gruppen innerhalb der „Querdenken“-Bewegung. Damit darf die Behörde nun beispielsweise Daten zu bestimmten Personen aus der Szene sammeln.

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