Klimaschutz

Senat beschließt: Bald nur noch E-Autos in Berliner Innenstadt

Berlin soll klimafreundlicher werden. Verkehrssenatorin Regine Günther will Autos mit Verbrennermotor aus dem Zentrum Berlins verbannen.

Team News dpa/str
3 Min
In der Berliner Innenstadt sollen bald nur noch elektrische Kraftfahrzeuge unterwegs sein.

In der Berliner Innenstadt sollen bald nur noch elektrische Kraftfahrzeuge unterwegs sein.

© dpa/Christoph Soeder

Dafür soll sich nicht zuletzt beim Verkehr vieles ändern: „Wir wollen mittelfristig eine Zero-Emission-Zone einrichten“, sagte Günther. Geplant ist das zunächst für die Innenstadt. Das heiße, dass hier nur noch Kraftfahrzeuge elektrisch unterwegs seien, oder zumindest mit alternativen Antrieben. Solche mit Benzin- und Dieselmotor seien dann tabu.

Bis 2030: Alle Autos des Landes Berlin sollen Elektroantrieb haben

Im Maßnahmenplan steht dazu keine konkrete Zeitangabe. Günther betonte jedoch: „Mittelfristig ist für mich vor 2030.“ In einem zweiten Schritt soll die Null-Emissions-Zone dann auf ganz Berlin ausgeweitet werden. Bis 2030 sollen außerdem alle Fahrzeuge in landeseigenen Betrieben und Verwaltungen mit Elektroantrieb unterwegs sein.

Nicht im Maßnahmenplan erwähnt ist das 365-Euro-Ticket für den ÖPNV. Denn wenn man eine solche Vergünstigung einführe, müsse es auch die Kapazitäten dafür geben, sagte Günther. Daran werde mit Hochdruck gearbeitet. Sie stellte aber klar: „Augenblicklich liegen nach meiner Auffassung die Voraussetzungen noch nicht vor.“ Beim Koalitionspartner SPD gibt es viel Sympathie für so ein Jahres-Abo für einen Euro pro Tag.

Auch der Flugverkehr liegt auf dem Tisch

Bei den Maßnahmenplan hat der Senat auch das Thema Flugverkehr berücksichtigt: „Am Flughafen wollen wir als ein Gesellschafter darauf hinwirken, dass die Flughafenentgelte zukünftig bei Start und Landung um eine CO2-basierte Komponente ergänzt werden“, sagte Günther. An den Details arbeiten Umwelt- und Finanzverwaltung derzeit noch.

Ein wichtiger Baustein für mehr Klimaschutz ist aus Sicht des Senats die energetische Gebäudesanierung: „Derzeit sind es 15.600 Wohnungen jährlich, die saniert werden“, sagte Günther. „Im Jahr 2030 sollen es schon über 50.000 sein, die jährlich auf einen höheren energetischen Standard gebracht werden.“ Damit diese Zahlen erreicht werden, soll es ein Förderprogramm geben.

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Im Anschluss an die Senatssitzung war eine Tour durch den Bezirk Tempelhof-Schöneberg geplant. Dort wollten der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) und weitere Senatsmitglieder unter anderem einen Rundgang über das Gelände des Euref Campus am Gasometer Schöneberg machen, dessen Fertigstellung für 2023 vorgesehen ist. Dort arbeiten und forschen zum Beispiel internationale Unternehmen zusammen mit Start-ups an nachhaltigen Lösungen für die Stadt der Zukunft.

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