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17 Semester Germanistik: Kandidat aus Kreuzberg bringt Jauch bei „Wer wird Millionär?“ aus dem Konzept

Er war Langzeitstudent, Taxifahrer und Kneipenwirt im legendären Yorckschlösschen: Frank Hoppe aus Berlin bringt Günther Jauch erst zum Spotten – und wirft ihn dann völlig aus der Bahn.

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Günther Jauch: Diesmal hat ihn ein Kandidat aus Berlin gehörig überrascht.

Günther Jauch: Diesmal hat ihn ein Kandidat aus Berlin gehörig überrascht.

© Stefan Gregorowius/RTL

Wie jeder Kandidat musste auch Frank Hoppe sich am Anfang auf dem Ratestuhl bei „Wer wird Millionär?“ vorstellen. Showmaster Günther Jauch führte ihn in der Sendung vom Montag zunächst als Aktivrentner ein und fragte dann nach seiner Vita.

Hoppe zählte seine Studienfächer auf: Germanistik, Neuere Deutsche Literatur, Soziologie und Publizistik. „Danach der Klassiker: Taxiunternehmer in Berlin.“ Jauch schmunzelte wissend.

Er habe auch als Privatsekretär gearbeitet und im berühmten Kreuzberger Jazzlokal Yorckschlösschen hinterm Tresen gestanden, sonntags beim Frühschoppen zum Beispiel. Ob er noch weiter erzählen solle, fragte der Berliner, doch Jauch lehnte dankend ab.

Er wandte sich in die Kamera und sagte: „Kinder, wenn ihr zu Hause von der 68er-Generation hört – das ist ein 68er, so sehen sie aus, das haben sie gelernt, so sind die geendet. Normalerweise öffentlicher Dienst oder Taxifahrer, das sind die zwei Möglichkeiten.“

Hoppe nahm's mit Humor – und erarbeitete sich mit seiner selbstironischen, entspannten Art nach und nach die Sympathien des Moderators und des vielleicht anfangs ebenfalls vorurteilsbehafteten Publikums, das ob des langhaarigen Kandidaten des Öfteren ins Staunen geriet.

Auch Günther Jauch kam aus dem Konzept, weil Hoppe als studierter Germanist sich mit Sprache doch eigentlich bestens auskennen sollte. Doch schon bei der 500-Euro-Frage geriet der Kandidat ins Straucheln – und Jauch musste immer deutlicher nachhelfen.

„Wer wird Millionär?“: Wo versteckt sich der Feta?

Günther Jauch wollte eigentlich nur wissen: „Den allseits bekannten, in Salzlake gereiften griechischen Weichkäse findet man wortwörtlich inmitten der...“ Die Antwortmöglichkeiten: Personalabteilung, Betriebskantine, Chefetage oder Kundentoilette?

Frank Hoppe stand bei der Feta-Frage lange auf dem Schlauch.

Frank Hoppe stand bei der Feta-Frage lange auf dem Schlauch.

© Stefan Gregorowius/RTL

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Als der Quizmaster scherzte, 14 Semester müssten für diese Aufgabe doch wohl ausreichen, korrigierte Frank Hoppe ihn sogar noch trocken: „17 waren es.“

Der 68-Jährige aus Berlin stand völlig auf dem Schlauch. Zwar erkannte er schnell, dass nach dem Wort Feta gesucht wird. Nur: Wo steckt es? Der Germanist las, überlegte, suchte – und fand den Käse einfach nicht. „Ich sehe ihn trotzdem nicht“, musste er schließlich zugeben.

„Wo ist er? Such den Käse”, scherzte Günther Jauch, während sein Kandidat nach der richtigen Antwort suchte. Anschließend half er kräftig nach, ließ Hoppe jedes Wort ganz langsam vorlesen. Als auch das nichts brachte, ließ er seinen Kandidaten die Antwortmöglichkeiten Stück für Stück zerlegen. Und genau dort lag die Lösung eigentlich direkt vor ihm: Che-Feta-ge.

Irgendwann fiel der Groschen dann doch. Frank Hoppe erkannte den Feta in der Chefetage – und durfte erleichtert die richtige Antwort einloggen. Günther Jauch kommentierte die lange Suche trocken: „Das war jetzt aber ein Marsch durch die Institutionen.“

Hoppe schaffte es am Ende bis zur 64.000-Frage, für die er jemanden aus dem Publikum zur Hilfe nehmen wollte. Inzwischen hatte er sich derart viele Sympathien erspielt, dass niemand aufstand, aus Angst, die falsche Antwort zu geben und den Kandidaten ins Verderben zu ziehen.

Die Aufgabe: Diane Warren, die 2026 zum 17. Mal für einen Oscar nominiert war und zum 17. Mal leer ausging, ist Regisseurin, Schauspielerin, Drehbuchautorin oder Songwriterin?

Am Ende erbarmte sich doch eine Frau, stand auf und äußerte die Vermutung, es könne die Songwriterin sein. Hoppe reichte das nicht, er beendet das Spiel mit 32.000 Euro, obwohl die Antwort richtig gewesen wäre. Schade, das Publikum hätte sicher gern noch länger zugeguckt und zugehört, wie er aus seiner Zeit als Taxifahrer berichtete, in der er unter anderem Harald Juhnke, Udo Jürgens und Inge Meysel durch Berlin chauffieren durfte.

Auch Jauch hatte der Langzeitstudent spätestens nach der Feta-Frage auf seiner Seite: Hoppe bedankte sich für die Geduld des Moderators und erklärte ihm seine Liebe. So schnell schmelzen manche Klischees bei näherer Betrachtung einfach dahin.


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