Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat den Fernsehmoderator Günther Jauch am Freitag mit dem Verdienstorden des Landes ausgezeichnet. Geehrt wurde der 69-Jährige am Freitag in der Potsdamer Staatskanzlei für seinen jahrzehntelangen Einsatz zugunsten der Sanierung und Restaurierung historischer Bauwerke in Potsdam.
Insgesamt überreichte Woidke die höchste Auszeichnung des Landes an 13 Bürgerinnen und Bürger. Zu den weiteren Ausgezeichneten zählten laut Staatskanzlei der Holocaust-Überlebende Richard Fagot und die frühere Bahn-Vorständin Daniela Gerd tom Markotten.
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Spenden für Restaurierung historischer Bauwerke
Jauch unterstützt nach Angaben der Staatskanzlei seit mehr als 25 Jahren mit Spenden Projekte in den Schloss- und Gartenanlagen der Landeshauptstadt. Dazu zählen das Marmorpalais im Neuen Garten, der Weinberg, die Friedenskirche, die Neptungrotte in Sanssouci sowie die Löwenfontäne Glienicke. „Mit seiner unverwechselbaren Art und seiner Liebe für die Stadt Potsdam hat Günther Jauch viel für Brandenburg bewegt“, erklärte Woidke. Jauch wolle nie im Vordergrund stehen, sondern dort anpacken, wo Hilfe nötig sei.
Jauch selbst zeigte sich nach der Verleihung erfreut. „Der Orden hat einen unschätzbaren Vorteil, vor allen Dingen im Vergleich zu Fernsehpreisen“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Viele TV-Trophäen seien „besonders schwer, besonders unförmig und auch zuweilen von der Ästhetik her relativ umstritten“ und landeten bei ihm meist in der Garage oder im Keller. Der Brandenburger Verdienstorden müsse das „Dunkel des Kellers“ dagegen nicht fürchten, er sei „sehr, wie soll ich sagen, preußisch zurückhaltend gehalten“.
Der gebürtige Münsteraner Jauch lebt seit rund drei Jahrzehnten in Potsdam. „Ich habe noch nie so lange an einem Ort gewohnt wie in Potsdam“, sagte er. Da könnten alle anderen Orte nicht mithalten. Der Verdienstorden ist die höchste Auszeichnung, die das Land Brandenburg für außerordentliche Verdienste vergibt. Er wird traditionell im Juni anlässlich des Verfassungstages am 14. Juni verliehen.
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