Corona-Pandemie

Lauterbach: Corona-Impfungen von Kindern ab 12 Jahren sind „angemessen“

Die Ständige Impfkommission (Stiko) vertritt nach Ansicht des SPD-Gesundheitsexperten eine „Außenseiterposition“.

Team News Carola Tunk dpa/ctu
2 Min
Karl Lauterbach ist der Ansicht, dass eine Durchseuchung mit der Delta-Variante des Coronavirus gefährlicher ist als eine Impfung von Kindern.

Karl Lauterbach ist der Ansicht, dass eine Durchseuchung mit der Delta-Variante des Coronavirus gefährlicher ist als eine Impfung von Kindern.

© imago/Florian Gaertner

Auch die US-Gesundheitsbehörde CDC, die weltweit wohl die besten Experten habe, empfehle die Impfung von Kindern. In den USA seien mehr als sechs Millionen Kinder geimpft, die Immunisierung sei hier gut untersucht.

Lauterbach: Stiko vertritt „Außenseiterposition“

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hatte im Mai den Covid-19-Impfstoff von Biontech/Pfizer für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren zugelassen, vor wenigen Tagen folgte auch die Freigabe für Moderna. Für Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) die Impfung trotz heftigen politischen Drucks bisher jedoch nur vor allem Kindern und Jugendlichen mit bestimmten Vorerkrankungen wie Diabetes oder Adipositas, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf haben. Lauterbach sagte, die Stiko vertrete hier eine „Außenseiterposition“.

An diesem Montag beraten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern über Corona-Impfangebote für Jugendliche. „Es werden nunmehr alle Länder Impfungen für 12- bis 17-Jährige in den Impfzentren anbieten“, schreibt das Bundesgesundheitsministerium in einem an die Länder versendeten Beschlussvorschlag.

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