Erstmals gehören dem Bundestag zwei offen transidente Abgeordnete an
Protschka schrieb am Montag auf Twitter: „Ich werde morgen auf der Besuchertribüne im Bundestag Platz nehmen müssen, da ich nicht gewillt bin meinen Gesundheitszustand offen zu legen. Ich werde das jetzt nicht mit einer gewissen Zeit vergleichen.“ Wie aus einer Mail vom Direktor des Deutschen Bundestags von Mitte Oktober hervorgeht, hatten die Fraktionen beschlossen, dass nur noch Geimpfte, Genesene und Getestete in den Plenarsaal eingelassen werden. Die AfD versuchte zwar, diese Regelung während der Sitzung zu kippen. Sie scheiterte damit aber am Widerstand der anderen Fraktionen.
Dafür, dass die Abgeordneten, die sich der 3G-Regel widersetzen, dennoch an Abstimmungen teilnehmen und Reden halten können, würde Sorge getragen, hieß es in der Mail des Bundestags-Direktors weiter. Demnach sollen eine Wahlkabine sowie eine Abstimmungsurne bereitgestellt werden. Auch Redebeiträge seien von der Tribüne aus möglich. Es gelte ein Abstandsgebot.
Abgeordnete müssen Armband tragen
Um die Kontrolle über den Immunisierungsstatus gewährleisten zu können, sollen sich die Abgeordneten im Vorfeld der Sitzung ein Handgelenkband anlegen, heißt es. Aus dem Schreiben an die Abgeordnetenbüros geht zudem hervor, wie viele der 735 Parlamentarier, die darüber Auskunft geben wollten, sich haben impfen lassen.
Neuer Rekord: Bundestag mit 735 Abgeordneten so groß wie nie zuvor
514 von 541 Auskunftswilligen gaben an, über einen vollständigen Impfschutz gegen das Coronavirus zu verfügen. 22 gaben an, nicht geimpft zu sein, und fünf wollten auf die Frage nicht antworten. Vier Abgeordnete sind nach eigenen Angaben genesen. 20 antworteten auf die Frage nach dem Genesenenstatus mit „Nein“ und weitere fünf gaben keine Antwort an. Die Bundestagsverwaltung fragte überdies nach der Test-Bereitschaft der Abgeordneten, die angaben, weder geimpft noch genesen zu sein. Von 23 Antworten, lauteten elf „Ja“ und sieben „Nein“. Fünf wollten keine Angabe machen.
Auch der AfD-Abgeordnete Steffen Janich wird offenbar auf der Tribüne Platz nehmen müssen. Offiziell bestätigt ist das nach Erkenntnissen der Berliner Zeitung allerdings noch nicht.
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