Maßnahmen gegen Corona

Am Donnerstag im Bundestag: Debatte über neues Infektionsschutzgesetz

Die Politik berät am Donnerstag über die neuen Infektionsschutzregelungen – vielen gehen sie nicht weit genug und sie fordern bundesweit 2G.

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In diesem Restaurant gilt bereits 2G, viele fordern eine flächendeckende Lösung.

In diesem Restaurant gilt bereits 2G, viele fordern eine flächendeckende Lösung.

© dpa/Sven Hoppe

75 Minuten sind für die erste Lesung am Donnerstag angesetzt, in diese Zeit fällt allerdings auch der CDU/CSU-Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung des Schutzes vor Impfpassfälschungen. Geht es nach SPD, Grüne und FDP sollen Corona-Tests wieder kostenlos angeboten werden, zudem peilt die „Ampel“ eine 3G-Pflicht für den Arbeitsplatz an – wobei Details hier noch ausgearbeitet werden müssen. Ebenso sollen sozialpolitische Maßnahmen wie der erleichterte Zugang zu Hartz IV verlängert werden.

Kernstück des Gesetzentwurfs ist ein „neuer bundesweit einheitlicher Maßnahmenkatalog“, wie es in dem Text heißt. Er soll es den Ländern ermöglichen, auf sicherer Rechtsgrundlage Corona-Maßnahmen anzuordnen – auch nachdem am 25. November die epidemische Lage nationaler Tragweite ausläuft. Die neuen Regeln sollen bis zum 19. März 2022 gelten.

Ein Lockdown mit weitreichenden Schließungen ist in den Ampel-Plänen nicht mehr vorgesehen. Auf eine bundesweite 2G-Regelung verzichtet der Entwurf ebenso. Das heißt: Der Zugang etwa zur Gastronomie, zu Kultur- und Sportstätten und zu anderen Bereichen mit Publikumsverkehr soll Geimpften, Genesenen und Getesteten ermöglicht werden. Die Art des Testnachweises – Schnelltest oder PCR-Test – wird bundesgesetzlich nicht vorgegeben.

Kanzlerin drängt auf eine Ministerpräsidentenkonferenz

Angesichts der Corona-Lage gibt es bereits Forderungen für bundeseinheitliche Lösungen. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält inzwischen eine flächendeckende 2G-Regel für die einzige Alternative zu einem neuen Lockdown. Noch schärfer will der Virologe Christian Drosten vorgehen – 2G sei in dieser „Notfallsituation“ zu wenig, man brauche neue Shutdown-Maßnahmen.

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Lauter werden auch die Rufe nach einer Ministerpräsidentenkonferenz (MPK). Das setze ein Zeichen, wie ernst die Lage sei, bekräftigte am Mittwoch Regierungssprecher Steffen Seibert. Ein Termin stehe noch nicht fest. Laut Seibert wird aber darauf hingearbeitet, „schnellstmöglich“ einen zu finden. Das sei nicht übernächste Woche, sondern vorher, sagte er. Es sei nun wichtig, klare Linien zu beschließen. Das sei auch im Sinne von Kanzlerin Angela Merkel.

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