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200 Liter Regen: Höchste Warnstufe für Rhodos und Kos – Deutschland kriegt 21 Grad

Unwetter in Griechenland und Türkei: Warnstufe Rot für Rhodos, Kos und Volos, bis 200 Liter Regen. In Deutschland 21 Grad, dann Nebel und Bodenfrost.

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Von Schlamm verschüttetes Auto nach einer früheren Flut in Volos (Archivbild). Am Mittwoch gilt für die Region wieder die höchste Warnstufe.

Von Schlamm verschüttetes Auto nach einer früheren Flut in Volos (Archivbild). Am Mittwoch gilt für die Region wieder die höchste Warnstufe.

© AP/dpa/Petros Giannakouris

Während Deutschland nach den Herbststürmen zur Ruhe kommt und am Dienstag noch einmal bis zu 21 Grad erreicht, rollt über die Ägäis die nächste Unwetterwelle. Der Deutsche Wetterdienst erwartet hierzulande ab Donnerstag ein ruhiges Hoch mit Nebel und vereinzelt Bodenfrost.

In Griechenland gilt dagegen in mehreren Regionen Warnstufe Rot, darunter die Inselgruppe um Rhodos und Kos.

Höchste Warnstufe am Nationalfeiertag: Hier drohen Sturzfluten

Der griechische Wetterdienst EMY hat seine Warnung am Montag erneut aktualisiert. Heftiger Regen und Gewitter treffen vor allem den Osten des Landes, über dem offenen Meer frischt der Wind laut Protothema bis Stärke 8 auf.

Auf dem Dodekanes gilt die höchste Warnstufe bis in den späten Montagabend, ab Dienstagnachmittag ziehen dort erneut kräftige Gewitter auf. Im Raum Athen sind der Montagabend bis Dienstagmorgen sowie der Mittwochvormittag die kritischen Stunden.

Am Mittwoch gilt Warnstufe Rot für Magnesia mit der Hafenstadt Volos, für Larisa, für Euböa mit den Sporaden und wieder für den Dodekanes. Ausgerechnet an diesem Tag feiert Griechenland den Ochi-Tag, die Schulparaden am Vormittag fallen mitten in das Warnfenster.

Auch die türkische Küste gegenüber ist betroffen. Meteorologe Dominik Jung von wetter.net hält rund um Bodrum und Marmaris bis Samstag mehr als 140 Liter pro Quadratmeter für möglich, in Antalya ähnlich viel.

Urlauber sollten die Warnungen vor Ort und die Reisehinweise des Auswärtigen Amts prüfen. Schluchten und trockene Flussbetten sind bei Starkregen tabu, dort steigt das Wasser binnen Minuten.

21 Grad, dann Bodenfrost: So dreht das Wetter in Deutschland

Am Dienstag bringt ein Warmsektor einen fast frühlingshaften Tag: Der DWD rechnet mit 14 bis 19 Grad, im Süden und Südwesten örtlich mit 21.

In der Nacht zum Mittwoch zieht von Westen ein Regenband durch. Der Mittwoch bleibt mit 12 bis 17 Grad mild, an der See aber stürmisch.

Danach baut sich von der Iberischen Halbinsel bis zum Europäischen Nordmeer ein Hoch auf. An seiner Ostflanke strömt polare Kaltluft nach Mitteleuropa, erklärte Meteorologe Ronald Porschke von wetter.com gegenüber t-online.

Ab Donnerstag liegen die Höchstwerte bei 11 bis 15 Grad, unter zähem Nebel nur um 9 Grad. In der Nacht zum Freitag gibt es in der Mitte und im Süden vereinzelt Bodenfrost. Schon vor einer Woche hatte der DWD Bodenfrost bis minus 4 Grad erwartet.

Vier Oktober in drei Tagen: Die heftigste Zahl kommt aus Euböa

Während sich bei uns das Hoch festsetzt, kommt die Ägäis bis Donnerstag nicht zur Ruhe.

Am härtesten trifft es die Insel Euböa nördlich von Athen. Laut den Modellauswertungen, über die das Athener Blatt berichtet, sehen alle drei großen Wettermodelle dort zwischen Montag und Donnerstag 120 bis 200 Liter pro Quadratmeter, das US-Modell GFS örtlich sogar 240.

In Chalkida, dem Hauptort der Insel, fallen im ganzen Oktober im Schnitt nur rund 35 Liter. Für die Stadt sind jetzt 80 bis 150 Liter möglich, der Regen von bis zu vier Oktobermonaten.

Auf Kos sind 100 bis 180 Liter möglich, auf Rhodos 60 bis 120. Einzelne Szenarien zeigen dort mehr als 200 Liter, allerdings teils über dem Meer.

Zweite Welle in zwei Wochen: Rhodos und Istanbul sind schon getroffen

Mitte Oktober rissen die Fluten auf Rhodos das Auto eines 62-Jährigen ins Meer, der Mann starb.

Istanbul und Antalya erlebten kurz darauf laut den Stuttgarter Nachrichten das schwerste Unwetter seit 1985. Allein in Istanbul zählten die Behörden 1277 Überflutungen und 15 Erdrutsche. In Antalya beginnt am 9. November ausgerechnet die UN-Klimakonferenz.

Der Treibstoff liegt im Meer. Vor Rhodos ist das Wasser im Oktober im Schnitt knapp 24 Grad warm. Die Luft kühlt ab, das Wasser nicht.

In Thessalien weckt die Lage böse Erinnerungen. Im September 2023 brachte Sturm Daniel dort die heftigsten Regenfälle seit Beginn der Aufzeichnungen 1930 und setzte die Ebene um Volos und Larisa unter Wasser.

Am Mittwoch gilt für Volos und Larisa nun wieder Warnstufe Rot, bis spät in die Nacht.

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