Nach kurzem Zwischenhoch greift an diesem Freitag von Benelux ein schwacher Tiefausläufer auf den Norden und die Mitte Deutschlands über. Der Deutsche Wetterdienst führt für heute und morgen keine markanten Wetterentwicklungen auf. Am Wochenende steigen die Höchstwerte wieder auf bis zu 27 Grad.
Vorher wird es am Boden noch einmal grau. Flacher Nebel liegt am frühen Morgen über den Flusstälern der Südhälfte und des Westens, dazu über Teilen der Mitte. Die Sichtweite kann dort unter 150 Meter fallen.
150 Meter Sicht: Der Nebel ist heute die einzige Gefahr
Betroffen sind vor allem die Flusstäler im Süden und im Westen sowie Teile der Mitte. Der Nebel liegt dort flach, die Sichtweite kann unter 150 Meter fallen. Im Lauf des Vormittags löst er sich auf.
Der zweite und letzte Warnwert gilt dem Raum Sylt: einzelne steife Böen der Stärke 7, gering wahrscheinlich, zum frühen Nachmittag vorbei.
Über dem äußersten Südosten liegt zusätzlich der Einfluss eines Italientiefs. Auch das reicht heute nicht für eine Warnung.
Tagsüber ist es zunächst oft heiter, im Verlauf ziehen zeitweise Wolken auf. Trocken bleibt es fast überall, nur an der Nordsee und am östlichen Alpenrand fallen vereinzelte Schauer. Am längsten scheint die Sonne im Südwesten, die Höchstwerte liegen bei 17 bis 23 Grad.
Das Gefälle im Land bleibt groß. Die Regionalausgaben nennen 18 Grad im nördlichen Schleswig-Holstein, 21 Grad in Hamburg und bis zu 25 Grad in Hessen, in den Hochlagen 17 bis 18 Grad.
Die amtlichen Warnungen sind heute vor allem für Autofahrer im Süden und Westen relevant, und zwar vor der Abfahrt. Sie werden für einzelne Landkreise ausgegeben, das Bild kann sich also von Tal zu Tal unterscheiden.
Samstag und Sonntag: 27 Grad, dann Regen im Norden
In der Nacht zum Samstag bleibt es meist niederschlagsfrei, im Verlauf bildet sich örtlich Hochnebel. Die Tiefstwerte sinken auf 12 bis 7 Grad.
Am Samstag hält sich der Nebel gebietsweise zäh, danach wechseln sich Wolken und Sonne ab. Es bleibt weitgehend trocken, in Nordrhein-Westfalen ist anfangs örtlich etwas Sprühregen möglich. Im Westen werden 21 bis 24 Grad erreicht, am Oberrhein nach der Vorhersage vom Vortag bis zu 27 Grad.
Am Sonntag dreht es. Südlich der Donau bleibt es locker bewölkt und trocken, sonst zieht Regen auf, der am Nachmittag von Nordwesten nachlässt. Die Zehn-Tage-Vorhersage nennt 19 bis 23 Grad, im Süden 22 bis 26 Grad. Dazu weht ein mäßiger Wind, im Norden zeitweise frisch, der im Verlauf von Südwest auf West dreht.
20 Grad an einem Tag: Die Spanne des Samstags
Der Samstag beginnt mit Tiefstwerten von 7 Grad und endet am Oberrhein bei bis zu 27 Grad. Zwischen dem kältesten und dem wärmsten Punkt des Tages liegen damit 20 Grad.
Bis die Wärme ankommt, dauert es allerdings. Der Bericht rechnet gebietsweise mit zäher Nebelauflösung, mancherorts hängt der Hochnebel also noch am Vormittag. Erst danach setzt sich die Sonne durch.
Noch in der vergangenen Nacht war im Süden und in Teilen der östlichen Mitte örtlich Frost in Bodennähe vorhergesagt, wie im Wetterartikel von Donnerstag beschrieben. Zwischen dieser Nacht und dem Samstagnachmittag liegen keine 48 Stunden.
Warum der Sonntag anders aussieht als gedacht
Noch am Mittwoch stand in der Wochenvorhersage für das gesamte Wochenende ruhiges Hochdruckwetter. Die Ausgabe vom Donnerstagmittag überschreibt den Zeitraum inzwischen mit „leicht wechselhaft".
Der Grund steht im Text. Für Sonntag nennt der Wetterdienst nördlich der Donau zeitweise Regen, im Norden weht dazu ein teils frischer Wind. Der Samstag bleibt davon unberührt.
Für die Wochenendplanung heißt das: Der Samstag ist der verlässlichere der beiden Tage, und je weiter südlich, desto sicherer bleibt es trocken. Südlich der Donau fällt auch am Sonntag kein Regen.
Das Wochenende bleibt warm. Trocken bleibt es nicht.
Wie lange hält die milde Phase? Bis mindestens Donnerstag
In der Nacht zum Montag zieht der Regen nach Südosten ab, von Westen lockert es auf, stellenweise bildet sich wieder Nebel. Die Werte sinken auf 14 bis 9 Grad.
Am Montag bleibt es in der Nordhälfte wechselnd bewölkt, sonst gibt es längere sonnige Abschnitte und es bleibt weitgehend trocken. Nur im Südosten fällt anfangs noch Regen, der sich zu den Alpen zurückzieht. Bis zum 17. September bleibt Hochdruck bestimmend, nur im Norden fällt örtlich etwas Regen. Damit hält die milde Phase mindestens bis Donnerstag.
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