Vor einem Jahr, am 22. März 2022, eröffnete Tesla sein E-Auto-Werk in Grünheide, gut 30 Kilometer von Berlins Mitte entfernt. Inzwischen sind dort mehr als 10.000 Menschen beschäftigt. Zudem stellte der Autobauer vor kurzem einen Antrag, das Werk auszubauen: Tesla will die Kapazität nach Angaben des Landesumweltamtes künftig auf eine Million Autos im Jahr verdoppeln.
Umweltschützer protestierten an einem Tesla-Geschäft in Berlin-Mitte am Dienstag gegen den hohen Wasserverbrauch der Fabrik in Grünheide. Sie warfen Farbe an die Fassade des Ladens und klebten Plakate an.
Die brandenburgischen Umweltverbände lehnen einen wAusbau der Fabrik ab. Auch die derzeitige Produktion solle erst einmal gestoppt und sicherer gemacht werden, forderte Steffen Schorcht von der Grünen Liga Brandenburg. Der technische Fortschritt müsse im Einklang mit Umwelt und Natur stehen, sagte NABU-Geschäftsführerin Schröder.
Kritisiert werden Verstöße von Tesla: Unter anderem geht es um die Frage der Sicherheitsvorkehrungen bei Störfällen und Anlagen, für die Tesla keine Genehmigung hatte wie etwa für Pfähle und eine Recyclinganlage. Tesla hatte laut Umweltministerium Anfang März Maßnahmen zugesichert, um solche Vorkommnisse künftig zu vermeiden.
Zudem kritisierten die Verbände erneut Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) scharf, weil er Tesla-Chef Elon Musk in einem Brief Unterstützung für die noch ungelöste Versorgung mit Wasser und Strom bei einem Ausbau der Fabrik zugesichert hatte. Schröder sagte: „Wenn ein Ministerpräsident glaubt, dass er (...) mit einem Stück Papier es irgendwie schaffen kann, einem Elon Musk das Wasser zu reichen (...), dann frag ich mich schon, wie objektiv sind all die Genehmigungsverfahren, die da laufen, überhaupt noch?“
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