Wetter

35 Grad im September? Was der Wetterdienst für diese Woche wirklich vorhersagt

Herbstanfang 1. September: Schauer, Gewitter und stark böiger Südwestwind, dazu 20 bis 27 Grad. Alle Werte für Deutschland bis zum Wochenende.

4 Min
Quellbewölkung über Deutschland: Zum Start des meteorologischen Herbstes bleibt es wechselhaft, im Südwesten steigen die Werte erst zum Freitag wieder auf bis zu 28 Grad. (Symbolbild)

Quellbewölkung über Deutschland: Zum Start des meteorologischen Herbstes bleibt es wechselhaft, im Südwesten steigen die Werte erst zum Freitag wieder auf bis zu 28 Grad. (Symbolbild)

© Imago/Gottfried Czepluch

Der Herbst beginnt mit einem Temperatursturz. Bis Mittwoch fallen die Höchstwerte laut Deutschem Wetterdienst von örtlich 27 auf 18 Grad, im Norden warnt der Dienst vor Gewittern und stürmischen Böen. Ab Donnerstag dreht die Lage erneut – dann mit Sturmböen und steigenden Werten im Südwesten.

Das Land ist an diesem Montag zweigeteilt. In der Nordwesthälfte gehen wiederholt Schauer und Gewitter nieder, teils kräftig, an den Alpen fällt weiter Regen. Südöstlich davon bleibt es heiter bis wolkig und weitgehend trocken.

Gewitter und Sturmböen: Was heute über die Nordwesthälfte zieht

Die Höchstwerte liegen zwischen 20 und 25 Grad, im Süden und Osten lokal bis 27 Grad. Dazu weht ein mäßiger, teils stark böiger Südwestwind.

An der Nordsee, im Westen und im höheren Bergland frischt er stürmisch auf. Der Warnlagebericht des DWD führt für die Kamm- und Gipfellagen der Mittelgebirge stürmische Böen, exponiert auch Sturmböen.

Wer heute draußen unterwegs ist, sollte die amtlichen Warnungen im Blick behalten. Einzelne Gewitterzellen lassen sich erst wenige Stunden vorher räumlich eingrenzen, die Warnungen werden entsprechend kurzfristig aktualisiert.

Von 27 auf 18 Grad: Der Absturz bis Mittwoch

In der Nacht zum Dienstag gehen im Küstenumfeld und im Osten weitere Schauer nieder, die Tiefstwerte sinken auf 15 bis 10 Grad.

Am Dienstag, dem ersten Tag des meteorologischen Herbstes, bleibt es im Norden bei wiederholten Schauern und vereinzelten Gewittern. An der Nordsee werden rund 20 Grad erreicht, an der Donau bis 25 Grad. In Küstennähe und inneralpin sind einzelne Gewitter mit stürmischen Böen möglich, Starkregen ist wenig wahrscheinlich.

Der Mittwoch bringt den tiefsten Punkt der Woche: 18 bis 23 Grad, im Süden bis 25 Grad. Zwischen dem heutigen Spitzenwert und der Wochenmitte liegen damit gut zehn Grad.

35 Grad im September? Was in der amtlichen Vorhersage steht

Parallel kursiert eine deutlich höhere Zahl. Eine Prognose des Portals Meteored sieht subtropische Luft aus dem westlichen Mittelmeerraum heranströmen und im Oberrheingraben bis zu 35 Grad – einen späten Wüstentag.

Zitiert wird dort Meteorologe Dominik Jung: „Die Warmluft-Rampe steht, und der Süden liegt genau in der Aufwärtsspur.“ Derselbe Fachmann nannte wenige Tage zuvor gegenüber dem Portal echo24 für das erste Septemberwochenende bis zu 31 Grad.

In der amtlichen Vorhersage taucht die 35 bislang nirgends auf. Für Baden-Württemberg nennt der Wetterdienst am Rhein heute bis zu 26 Grad, am Mittwoch 21 bis 26 Grad. Der höchste Wert der Woche steht für Freitag: 28 Grad im Südwesten.

Die Wärme kommt zurück. Der Wüstentag steht in keiner amtlichen Vorhersage.

3,4 Grad zu warm: Der August war eine Ansage

Der August 2026 kam auf ein Mittel von 19,9 Grad und lag damit 3,4 Grad über dem Klimawert der Jahre 1961 bis 1990, verglichen mit 1991 bis 2020 sind es 1,9 Grad.

Den höchsten Wert meldete am 4. August Regensburg mit 39,4 Grad, wärmstes Bundesland war Baden-Württemberg mit 21,8 Grad im Schnitt. Die stärkste Böe erreichte 115,6 Kilometer pro Stunde.

Entscheidend für die kommenden Wochen ist der Boden. Nach der langen Trockenheit läuft heftiger Regen oberflächlich ab, statt zu versickern – örtlich mit der Gefahr kleiner Sturzfluten. Für den September sehen die Langfristmodelle laut wetter.com eine Abweichung von rund einem Grad nach oben und eher zu wenig Niederschlag.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen

Sturmböen Stärke 9 und 28 Grad: Was ab Donnerstag kommt

Ab Donnerstag zieht die Temperaturkurve wieder an. Im Norden bleibt es bei rund 19 Grad, im Südwesten steigen die Werte auf etwa 26 Grad, am Freitag dort auf bis zu 28 Grad.

Der Preis dafür ist Wind. Am Donnerstag drohen im Norden und in der Mitte stürmische Böen, an der See und auf exponierten Berggipfeln Sturmböen der Stärke 9. Am Freitag klingt die Lage an der Ostseeküste im Tagesverlauf ab.

Ab Sonntag steigt laut Zehn-Tage-Vorhersage auch im Süden die Regenwahrscheinlichkeit, lokal mit kräftigen Gewittern. Für den 7. bis 9. September steht bislang zeitweiliger Regen in der Trendprognose. Der höchste amtlich vorhergesagte Temperaturwert dieser Woche liegt bei 28 Grad.

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner