Die AfD hat ihren Vorsprung in Mecklenburg-Vorpommern nicht ausbauen können – im Gegenteil. In einer neuen Umfrage zur Landtagswahl bleibt sie zwar stärkste Kraft, doch die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig rückt näher heran.
Das Meinungsforschungsinstitut Insa sieht die AfD bei 36 Prozent und die SPD bei 33 Prozent. Erhoben wurde die repräsentative Befragung zwischen dem 1. und 8. September.
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Umfrage zur Landtagswahl MV: Enges Rennen an der Spitze
Die AfD hält ihren Wert aus dem August und bleibt bei 36 Prozent. Gegenüber der Landtagswahl 2021 ist das ein Plus von 19,3 Punkten. Die SPD legt dagegen weiter zu: vier Punkte mehr als Anfang August. Zu ihrem Ergebnis von 2021 fehlen ihr allerdings noch 6,6 Punkte.
Der Abstand zwischen beiden Parteien beträgt damit nur noch drei Prozentpunkte. Bei einer maximalen Fehlertoleranz von plus/minus 3,1 Prozent liegen AfD und SPD rechnerisch fast gleichauf.
Aktuelle Umfrage: So stehen die Parteien da
- AfD: 36 % (+19,3)
- SPD: 33 % (−6,6)
- Linke: 11 % (+1,1)
- CDU: 7 % (−6,3)
- Grüne: 5 % (−1,3)
- BSW: 4 %
Warum die CDU auf 7 Prozent abrutscht
Deutlichster Verlierer ist die CDU. Sie verliert drei Punkte gegenüber August und landet bei 7 Prozent. Für die Partei ist das ein historischer Tiefstwert. Ein solches Wahlergebnis gälte als das bundesweit schlechteste der CDU seit ihrer Gründung nach dem Zweiten Weltkrieg. Bis Ende 2024 hatte die CDU noch fast gleichauf mit der SPD gelegen. Danach gingen die Werte auseinander.
Für die SPD spricht ein zweiter Wert. 18 Prozent der Befragten könnten sich vorstellen, die Partei zusätzlich zu wählen – etwa als strategische Zweitoption.
Bei der AfD liegt dieses zusätzliche Potenzial nur bei 4 Prozent. Zum Vergleich: Linke 17 Prozent, CDU 15, Grüne 13 und BSW 18 Prozent. Umgekehrt schließen 51 Prozent aus, die AfD überhaupt zu wählen. Bei der CDU sind es 40 Prozent, bei den Grünen 39, bei der Linken 33, beim BSW 31 und bei der SPD 26 Prozent.
Linke, Grüne und BSW: Wer sonst in den Landtag käme
Die Linke bleibt stabil bei 11 Prozent und liegt damit leicht über ihrem Ergebnis von 2021. Die Grünen kommen auf 5 Prozent und wären damit knapp im neuen Landtag vertreten.
Das BSW erreicht 4 Prozent und würde den Einzug verpassen. Die FDP wird inzwischen unter „Sonstige“ geführt, die zusammen ebenfalls auf 4 Prozent kommen.
Regierungsbildung in MV: Nur ein Bündnis hätte die Mehrheit
Rechnerisch hätte nach diesen Zahlen allein ein Bündnis aus SPD, Linken und Grünen eine Mehrheit im neuen Landtag. Andere denkbare Konstellationen kämen nicht auf die nötigen Sitze.
Schwesig regiert bislang zusammen mit der Linken. Für eine Neuauflage dieser Zweierkoalition würde es der Umfrage zufolge nicht reichen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD haben die übrigen Parteien bislang ausgeschlossen.
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