Bundestagswahl

Aktuelle Forsa-Umfrage: FDP plötzlich im Bundestag – diese Partei wäre draußen

Fünf Tage vor Bundestagswahl holen FDP und Linke laut einer aktuellen Forsa-Umfrage beispiellos auf. Eine Partei muss dafür zittern. Alle Details.

Team News Christian Gehrke ots/Christian Gehrke
3 Min
Christian Lindner (FDP) am Sonntag vor dem Brandenburger Tor in Berlin

Christian Lindner (FDP) am Sonntag vor dem Brandenburger Tor in Berlin

© Fabian Sommer/dpa

Kurz vor der Bundestagswahl 2025 wird es noch mal richtig spannend. Vor allem bei der Frage, wer in den Bundestag kommen kann und wer nicht: Bei den Parteipräferenzen gewinnt laut einer aktuellen Forsa-Umfrage die Union (30 Prozent) gegenüber der Vorwoche einen Prozentpunkt hinzu. Auch die FDP (5 Prozent) und die Linke (7 Prozent) verbessern sich jeweils um einen Punkt und würden sicher in den Bundestag einziehen. Die Grünen (13 Prozent) verlieren einen Prozentpunkt, während die Werte für die SPD (16 Prozent), die AfD (20 Prozent) und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW, 4 Prozent) unverändert bleiben.

Könnten die Bundesbürger den Kanzler direkt wählen, käme Friedrich Merz auf 25 Prozent (+1 Prozent). Robert Habeck bleibt bei 23 Prozent, während Olaf Scholz weiterhin 17 Prozent erreicht. Alice Weidel verliert einen Prozentpunkt und kommt auf 14 Prozent. Der Anteil der Wahlberechtigten, die sich für keinen der Kandidaten entscheiden würden, liegt bei 21 Prozent. Merz erhält 76 Prozent der Unterstützung aus seiner Partei, während Habeck auf 88 Prozent und Scholz auf 69 Prozent Rückhalt innerhalb ihrer jeweiligen Parteien kommen.

Die aktuellen Umfragewerte

Die aktuellen Umfragewerte

© Grafik: BLZ. Quelle: Forsa

Aktuelle Umfrage: Nur zwei Koalitionen sind derzeit denkbar

Die Sitzverteilung im neuen Bundestag mit 630 Abgeordneten erfordert eine Mehrheit von mindestens 316 Sitzen. Rechnerisch hätte eine Koalition aus CDU/CSU und SPD mit 318 Mandaten eine knappe Mehrheit. Eine schwarz-grüne Koalition würde mit 297 Mandaten nicht für eine Kanzlermehrheit ausreichen.

Eine Koalition aus CDU/CSU und der FDP käme mit 242 Mandaten nicht auf eine Regierungsmehrheit. Auch eine sogenannte Jamaika-Koalition aus CDU/CSU, Grünen und FDP würde mit insgesamt 332 Mandaten nur eine knappe Mehrheit stellen.

Eine Koalition aus CDU/CSU und AfD hätte mit 345 Mandaten eine deutliche Mehrheit. Die CDU/CSU hat jedoch mehrfach betont, dass sie eine Zusammenarbeit mit der AfD kategorisch ausschließt.

Die Linke wäre nach derzeitigem Stand mit 48 Sitzen im Bundestag vertreten und erzielt insbesondere bei jungen Wählerinnen und Wählern Zuspruch. Das Bündnis Sahra Wagenknecht bleibt mit aktuell 4 Prozent unter der Fünf-Prozent-Hürde. Der SSW, als nationale Minderheitenpartei von der 5-Prozent-Hürde befreit, wäre wahrscheinlich mit einem Mandat im Bundestag vertreten.

Die Sitzverteilung im neuen Bundestag mit 630 Abgeordneten erfordert eine Mehrheit von mindestens 316 Sitzen. Rechnerisch hätte eine Koalition aus CDU/CSU und SPD mit 318 Mandaten eine knappe Mehrheit. Eine schwarz-grüne Koalition würde mit 297 Mandaten nicht für eine Kanzlermehrheit ausreichen.

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