In der kommenden Nacht friert es in der Südhälfte Deutschlands vielerorts bis minus 3 Grad, an den Alpen ist der erste Schnee bereits gefallen. Der Deutsche Wetterdienst erwartet dazu dichten Nebel mit Sichtweiten unter 150 Metern. Und die Kälte bleibt: Frostnächte erwartet der Wetterdienst bis mindestens zum 9. November.
Die Kälte kommt von unten. Zwischen Schwarzwald und Erzgebirge klart der Himmel unter einem Hoch auf, die Wärme des Tages entweicht ungebremst. Über der Nordsee zieht derweil ein Tiefausläufer heran, der am Abend den Nordwesten mit Wolken und etwas Regen erreicht.
Bis minus 3 Grad: Heute Nacht friert der Süden
Hoher Luftdruck und alternde Polarluft bestimmen das Wetter. Am Morgen bleibt leichter Frost noch auf einzelne hohe Mittelgebirgslagen beschränkt, dort sinken die Werte auf bis zu minus 2 Grad.
In der Nacht zum Montag breitet sich der Frost aus: Vor allem in der Südhälfte fallen die Temperaturen vielerorts auf bis zu minus 3 Grad. In der Mitte und im Süden bildet sich wieder häufig dichter Nebel.
Für Autofahrer zählt dann eine Grenze: Erst bei Sichtweiten unter 50 Metern darf die Nebelschlussleuchte an, schneller als 50 km/h ist dann nicht erlaubt. In Senken und Flusstälern kann die Sicht auf wenigen Metern einbrechen.
Im Hochschwarzwald fegen auf den Gipfeln zeitweise stürmische Böen aus Ost. Am Montagfrüh frischt der Wind auch über der Nordsee und an den Ostfriesischen Inseln auf.
Eine Unwetterwarnung gibt es laut DWD-Lagebericht von 6.24 Uhr nicht. Aktuelle amtliche Warnungen für den eigenen Landkreis zeigen die Seite des Wetterdienstes und die kostenlose WarnWetter-App.
Nur noch 4 bis 12 Grad: Die Woche bleibt grau und kalt
Am Dienstag vergangener Woche waren am Oberrhein noch bis zu 21 Grad vorhergesagt. Am Montag erreichen die Höchstwerte laut der 10-Tage-Vorhersage des DWD nur noch 4 bis 12 Grad.
Im Nordwesten bleibt es am Montag stark bewölkt mit etwas Regen, im Südosten reißt die Decke zeitweise auf. Dazu weht ein schwacher bis mäßiger Nordostwind. In der Nacht zum Dienstag fallen die Tiefstwerte stellenweise auf minus 2 Grad.
Am Dienstag halten sich Nebel und Hochnebel zäh, aus dem Grau fällt regional Sprühregen. Am Mittwoch liegt vor allem im Norden und Osten, auch über Berlin, teils dichter Hochnebel. Im Westen scheint dagegen die Sonne.
Weiße Gipfel: So viel Neuschnee liegt jetzt in den Alpen
Den echten Wintergruß bekommen die Alpen. Die Schneefallgrenze sinkt bis zum Vormittag auf etwa 1000 Meter, darüber kommen 1 bis 5 Zentimeter Neuschnee zusammen.
In den höheren Staulagen der östlichen Alpen sind es sogar 10 bis 15 Zentimeter. Im Bayerischen Wald fällt nur wenig, eine nennenswerte Schneedecke bildet sich dort nicht. Im Flachland bleibt es bei Frost ohne Flocken.
Sommerreifen drauf? Wann jetzt 60 Euro Bußgeld drohen
Meteorologisch beginnt der Winter erst am 1. Dezember, astronomisch am 21. Dezember. Wer Auto fährt, kann damit wenig anfangen. In Deutschland gilt eine situative Winterreifenpflicht nach Paragraf 2 der Straßenverkehrsordnung.
Maßgeblich ist nicht das Datum, sondern der Zustand der Straße. Wer bei Glätte, Schneematsch oder Eis mit Sommerreifen erwischt wird, zahlt 60 Euro und bekommt einen Punkt in Flensburg, bei Behinderung anderer 80 Euro. Den Halter können weitere 75 Euro treffen.
Auf der Reifenflanke muss das Alpine-Symbol stehen, eine bloße M+S-Kennung reicht seit Oktober 2024 nicht mehr. Wo nachts Nebel auf frostigen Boden trifft, können Brücken und Waldstrecken glatt werden.
Erst der Anfang: Was die Modelle für Mitte November zeigen
Die Frostnächte sind kein Ausrutscher. Bis Donnerstag ändert sich wenig, nach Nebel wird es dann oft freundlich und trocken. Für das Wochenende vom 7. bis 9. November erwartet der Wetterdienst tagsüber 5 bis 10 Grad und in den Nächten häufig leichten Frost.
Schnee bleibt dabei vorerst ein Thema für die Berge. Auch das Portal wetterprognose.de sieht ihn nur in höheren Lagen.
Spannender wird es danach. Ein Wettermodell berechnet laut news.de für Mitte November einen Vorstoß eisiger Polarluft. Das ist ein einzelner Modelllauf, keine Vorhersage: Die DWD-Prognose reicht bislang nur bis zum 9. November und zeigt diesen Kälteschub noch nicht.
Sicher ist bis dahin nur der Frost: Für jede Nacht bis Donnerstag weist der DWD Tiefstwerte von minus 2 bis minus 3 Grad aus.
Ab 16. November: Was Dieselfahrer jetzt an der Tankstelle beachten müssen
Gegen den Torflut-Trend der Bundesliga: 1. FC Union Berlin setzt auf Defensive
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]