Wetterprognose

Anfang September 34 Grad, jetzt Bodenfrost: So kalt wird die neue Woche

Wetter nächste Woche: Wie kalt wird es in Deutschland? Nachts bis 1 Grad, Bodenfrost im Süden, tagsüber bis 25 Grad. Die Prognose des DWD.

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Raureif auf einer Wiese bei Sonnenaufgang: In der Nacht zum Mittwoch kann es in Teilen Süddeutschlands am Boden wieder frieren. (Symbolbild)

Raureif auf einer Wiese bei Sonnenaufgang: In der Nacht zum Mittwoch kann es in Teilen Süddeutschlands am Boden wieder frieren. (Symbolbild)

© IMAGO/Rene Traut

Zwischen Sylt und Usedom peitschen zum Wochenstart Sturmböen über die Küste, am Bodensee scheint die Sonne. Der Deutsche Wetterdienst sagt für die Nacht zum Mittwoch Tiefstwerte bis 4 Grad voraus, im Süden kann es am Boden schon frieren. Wer Tomaten, Basilikum oder Kübelpflanzen draußen hat, muss sie bis Dienstagabend schützen.

Bis 100 km/h auf dem Brocken: Der Norden bekommt den Sturm ab

Verantwortlich ist ein Sturmtief, das nach Angaben von wetter.com über Estland liegt. Auf seiner Rückseite strömt kühle Meeresluft von der Nordsee nach Deutschland.

Der DWD warnt für Sonntagnachmittag und -abend an den Küsten vor stürmischen Böen bis 74 km/h, an exponierten Stellen vor Sturmböen bis 88 km/h. Auf dem Brocken sind schwere Sturmböen um 100 km/h möglich. Im Nordosten können kräftige Schauer und einzelne Gewitter dazukommen.

Auch am Montag bleibt es im Norden und Osten ruppig. Zwischen dem Tief im Osten und einem Hoch über dem Ärmelkanal ist der Luftdruckunterschied groß, an den Küsten sind weiter Sturmböen möglich. Die Höchstwerte erreichen nur noch 15 bis 20 Grad.

Welche Kreise gerade betroffen sind, zeigen die amtlichen Warnungen des DWD. Sie werden laufend aktualisiert.

Nacht zum Mittwoch: Die Werte stürzen auf 4 Grad

Ab Dienstag schiebt sich Hoch „Zander“ von der Bretagne heran. Der Wind flaut ab, meist bleibt es trocken. Nur vom Münsterland bis ins Vogtland ziehen dichtere Wolken durch. Tagsüber sind 18 Grad im Nordosten und bis zu 24 Grad im Südwesten drin.

Nachts fehlt dann die Wolkendecke. Die Werte fallen laut DWD auf 10 bis 4 Grad, in vielen Tälern bildet sich Nebel. Am Sonntag sind im Süden noch bis zu 27 Grad drin.

Der Mittwoch startet sonnig, im Süden oft mit Nebel. Am Nachmittag ziehen im Nordwesten Schauer und einzelne kräftige Gewitter auf. Dabei ist der Temperatursturz der letzten Wochen enorm: Anfang September wurden am Oberrhein noch 34,5 Grad gemessen.

Frost trotz Plusgraden: Warum 4 Grad schon reichen

Die gefährlichste Zahl dieser Woche steht auf keiner Wetterkarte. Die Tiefstwerte werden in zwei Metern Höhe gemessen. Direkt über dem Boden ist es in klaren, windstillen Nächten vier bis fünf Grad kälter, rechnet der Meteorologe Dominik Jung bei wetter.net vor.

Kalt wird diese Woche nicht der Tag, sondern die Nacht. Auf der Schwäbischen Alb erwartet der DWD lokal Tiefstwerte um 1 Grad. Am Boden liegt das Thermometer dort klar im Minus, während am Rhein am Mittwochnachmittag bis zu 25 Grad erreicht werden.

Geranien, Chili oder Zitronenbäumchen im Topf gehören über Nacht in Garage oder Hausflur. Über Gemüsebeete hilft ein Gartenvlies, zur Not tut es ein altes Bettlaken.

Erster Frost im September: Normal, aber immer später

Ungewöhnlich ist das nicht. Eine DWD-Auswertung von rund 100 Klimastationen zeigt: Im Südosten Deutschlands kommt der erste Frost im Mittel zwischen Mitte und Ende September, in der Mitte und im Osten meist erst ab Ende September.

Großstädte wie Berlin und die Küsten sind noch geschützt. Dort wurde der erste Frost frühestens im Oktober gemessen. Gleichzeitig rückt der Termin an den meisten Stationen nach hinten, eine Folge der Erwärmung.

Auch der Kalender passt: In der Nacht zum Mittwoch beginnt um 2.05 Uhr mit der Tagundnachtgleiche der astronomische Herbst. Von da an sind die Nächte länger als die Tage und die Luft hat mehr Zeit zum Auskühlen.

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Danach sieht es nicht aus. Am Donnerstag bringt ein kleines Tief von der Nordsee vor allem der Nordhälfte Schauer, im Süden sind vereinzelt kurze Gewitter möglich. Die Höchstwerte liegen bei 18 bis 23 Grad, der Südwesten bleibt am längsten trocken.

Freitag und Samstag bleiben im Norden wechselhaft, im Süden wird es freundlicher. Die Nächte liegen mit 8 bis 11 Grad wieder deutlich höher. Am Oberrhein sind am Wochenende laut WetterOnline bis zu 25 Grad möglich, in Berlin um 20 Grad.

Auch für den Zeitraum vom 27. bis 29. September erwartet der DWD eher mildes Wetter mit wenig Regen. Die Nacht zum Mittwoch bleibt damit mit 4 Grad die kälteste der Woche.

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