In Bliesdorf hat am Donnerstag, 29. Oktober, eine Halle mit rund 2700 Quadratmetern Grundfläche gebrannt, wie der Landkreis Märkisch-Oderland mitteilte. Dach und Seitenwände bestehen aus Asbestzementplatten. Durch die Hitze zerbrachen Teile der Dacheindeckung. Dabei können Asbestfasern freigesetzt und im Umfeld der Brandstelle verteilt worden sein. Wie groß das Gebiet ist und welche Gefahr für die Bevölkerung besteht, ist noch nicht geklärt. Dafür sind Probenahmen und Laboranalysen nötig.
Über das Warnsystem Nina wurde eine Warnmeldung veröffentlicht. Sie gilt über das Wochenende bis Sonntag, 1. November. Der Landkreis bittet die Bewohner im Umfeld, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Lüftungsanlagen auszuschalten. Arbeiten in Gärten, auf Grundstücken und auf landwirtschaftlichen Flächen, bei denen Staub aufgewirbelt wird, sollen unterbleiben, ebenso Mähen, Bodenbearbeitung und der Einsatz von Laubbläsern oder Hochdruckreinigern. Spielplätze in der Umgebung sollen gemieden werden. Bruchstücke der Dacheindeckung dürfen nicht selbst aufgenommen, zusammengekehrt oder beseitigt werden. Das gilt auch für Beschäftigte in der Landwirtschaft und Menschen, die sich regelmäßig im Freien aufhalten. Weidetiere sollen vorsorglich von möglicherweise betroffenen Flächen genommen werden.
Proben im Umkreis von einem Kilometer um die Brandstelle
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Zur Eingrenzung des Gebiets sollen Straßen, Höfe, Gärten, Terrassen, Spielplätze, Dächer, Dachrinnen sowie landwirtschaftliche Flächen und dort gelagerte Materialien auf Asbestablagerungen untersucht werden. Der Untersuchungsbereich umfasst zunächst mindestens einen Kilometer um die Brandstelle und wird bei Bedarf erweitert. Reinigung und Beseitigung dürfen nur qualifizierte Fachbetriebe mit Schutzvorkehrungen übernehmen. Zuständige Ordnungsbehörde ist das Amt Barnim-Oderbruch. Die Verantwortung für Untersuchung und Sanierung liegt beim Verursacher beziehungsweise Eigentümer der Brandstelle; der Landkreis unterstützt. Die Feuerwehren waren am Freitag, 30. Oktober, weiter an der Brandstelle im Einsatz, um eine Ausbreitung des Feuers zu verhindern.
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