Versteigerung

„Gefährlichster Mann Deutschlands“: Signiertes Spiegel-Cover von Siegmund für 1000 Euro versteigert

Ein signiertes Spiegel-Cover von Ulrich Siegmund erzielte bei Ebay 1010 Euro. Die viel diskutierte Ausgabe erfreut sich auf der Plattform an großer Beliebtheit.

3 Min
Das aktuelle Cover des Spiegel bezeichnet Ulrich Siegmund (AfD) als „gefährlichsten Mann Deutschlands“.

Das aktuelle Cover des Spiegel bezeichnet Ulrich Siegmund (AfD) als „gefährlichsten Mann Deutschlands“.

© dts Nachrichtenagentur/imago

Ein signiertes Spiegel-Cover mit dem AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund hat bei Ebay ein Höchstgebot von 1010 Euro erzielt. Versteigert wurde jene Magazin-Ausgabe, die Siegmund als „gefährlichsten Mann Deutschlands“ betitelt – versehen mit seiner Original-Unterschrift.

Der Spitzenkandidat selbst nannte das Titelbild zuletzt „sehr gute Werbung“ und setzt es gezielt im Wahlkampf ein. In den sozialen Medien gibt es zahlreiche Videos von Siegmund, wie er das Cover signiert.

1010 Euro und 43 Gebote: Diese Auktion sorgt für Aufsehen

Das versteigerte Exemplar ging laut Ebay-Angaben für 1010 Euro an den Höchstbietenden. Insgesamt gingen 43 Gebote ein, wie aus der Auktion hervorgeht.

Dieses Exemplar ist nicht das einzige, was auf der Plattform angeboten wird. Eine weitere Versteigerung von einem von Siegmund signierten Magazin erzielte 500 Euro. Zudem wird die aktuelle Spiegel-Ausgabe auch in unsignierter Form angeboten - teilweise zu Preisen von knapp 40 Euro.

Warum Siegmund das Spiegel-Cover als Werbung nutzt

Am Freitag sagte er am Rande einer Wahlkampfveranstaltung einem Welt-Reporter, das Cover sei „sehr gute Werbung“. Es zeige jemanden, der sein Land liebe und für dessen bessere Zukunft kämpfe.

Auf der Plattform X schrieb er am selben Freitag ironisch: „Wenn wir am 06.09.26 46 % holen, verrate ich euch, was wir für die Nummer im SPIEGEL bezahlt haben.“

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Bei seinen Auftritten bringen Anhänger die Ausgabe mit und nennen ihn scherzhaft selbst den „gefährlichsten Mann Deutschlands“ – so auch beim Bürgerdialog in Weferlingen.

Wie der Spiegel das Cover begründet

Chefredakteur Dirk Kurbjuweit verteidigte die Titelzeile im „Morning Briefing“ des Magazins vom Sonntag. Siegmund trete freundlich und gewinnend auf und erreiche damit auch Menschen, die nicht rechtsextrem denken, sich aber grundlegende Veränderungen wünschten, so Kurbjuweit. Im Hintergrund stütze ihn jedoch ein Netzwerk rechter Extremisten.

Diese Mischung aus Umgänglichkeit und Radikalität mache ihn „aus Sicht liberaler Demokraten zum gefährlichsten Mann Deutschlands“.

Kritik am Cover: „Wahlkampfhilfe für die AfD“

Das Titelbild stößt auch auf Widerspruch. Der Linken-Bundestagsabgeordnete Dietmar Bartsch nannte das Cover gegenüber Welt TV unverantwortlich. „Letztlich ist das Wahlkampfhilfe für die AfD“, sagte er.

In sozialen Medien wird darüber kontrovers diskutiert. Manche werfen dem Spiegel Skrupellosigkeit vor und spekulieren, ob die Kontroverse um das Cover Teil des Kalküls des Magazins sei.

Umfrage: AfD in Sachsen-Anhalt bei 43 Prozent

In einer Erhebung der Agentur pollytix kommt die AfD mit 43 Prozent auf einen neuen Höchststand, zuletzt bewegte sich die Partei zwischen 41 und 43 Prozent.

Die CDU liegt demnach bei 23 Prozent, gefolgt von der Linken. SPD (7 Prozent) und Grüne (5 Prozent) kämen knapp in den Landtag, BSW (4 Prozent) und FDP (2 Prozent) scheiterten an der Fünfprozenthürde.

Zum Vergleich: 2021 holte die CDU 37,1 Prozent, die AfD kam auf 20,8 Prozent. Seither hat die AfD ihren Anteil verdoppelt, während die CDU mehr als ein Drittel ihrer Wähler verlor.

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