Der Landkreis Vorpommern-Greifswald bewertet die Badesaison 2026 positiv. Die regelmäßigen Untersuchungen des Gesundheitsamtes hätten insgesamt eine sehr gute Badewasserqualität an den überwachten Badegewässern bestätigt, teilte der Landkreis am Freitag mit. Während der Saison wurden demnach 66 Badestellen wiederholt kontrolliert und 349 Wasserproben entnommen. Für eine Badestelle musste wegen mikrobiologischer Beanstandungen ein Badeverbot ausgesprochen werden. Es wurde widerrufen, nachdem zwei aufeinanderfolgende Befunde unauffällig geblieben waren.
Die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes waren während der Saison mehrfach an den Badestellen entlang der Ostseeküste, am Stettiner Haff, am Greifswalder Bodden und an den Binnenseen im Einsatz. Die Wasserproben wurden vor allem auf Escherichia coli und intestinale Enterokokken untersucht. Diese Bakterien gelten als Indikatoren für mögliche fäkale Verunreinigungen. Vor Ort beurteilten die Mitarbeiter zudem die hygienische Situation, etwa Sichttiefe, Verschmutzungen, Färbungen, Trübungen oder Schaumbildung.
Neben den regulären Kontrollen führte das Gesundheitsamt 14 zusätzliche beziehungsweise anlassbezogene Untersuchungen durch. Anlass waren nach Angaben des Landkreises mikrobiologische Auffälligkeiten an zwei Badeseen sowie der Nachweis von Vibrionen an der Ostsee.
Blaualgen dreimal Anlass für Warnhinweise
Cyanobakterien, umgangssprachlich Blaualgen, gehörten ebenfalls zur Überwachung. Dreimal musste in diesem Jahr ein Warnhinweis auf Blaualgen gegeben werden. Eine positive Gesamtbilanz und kurzfristige Warnungen schließen sich aus Sicht des Landkreises nicht aus: Die langfristige Einstufung der Badewasserqualität beruhe auf mikrobiologischen Untersuchungen über mehrere Jahre. Blaualgenansammlungen würden zusätzlich bewertet und könnten unabhängig davon vorübergehende Warnhinweise oder Badeeinschränkungen erforderlich machen.
Blaualgen kommen natürlicherweise in Gewässern vor. Ihre starke Vermehrung kann unter anderem durch hohe Wassertemperaturen, viel Sonnenschein, wenig Wind und ein erhöhtes Nährstoffangebot begünstigt werden. Wind und Strömung können Ansammlungen innerhalb kurzer Zeit verändern. Schon in den vergangenen Jahren traten Blaualgen zeitweise am Stettiner Haff, am Greifswalder Bodden und an einzelnen Binnenseen auf.
Die zuständige Dezernentin des Landkreises, Karina Kaiser, verwies auf die Bedeutung der laufenden Beobachtung: „Gleichzeitig gilt es, kurzfristige Veränderungen wie Blaualgenentwicklungen frühzeitig zu erkennen und die Menschen darüber zu informieren.“
Badewasserkarte des Landes informiert Badegäste
Die Ergebnisse der Untersuchungen wurden während der Saison über die Badewasserkarte des Landes Mecklenburg-Vorpommern veröffentlicht. Dort konnten sich Einheimische und Gäste über die aktuelle Qualität der überwachten Badestellen informieren. Bei gesundheitlich relevanten Auffälligkeiten wurde die Öffentlichkeit gemeinsam mit den zuständigen Stellen informiert.
Die CDU in Mecklenburg-Vorpommern sollte vor der eigenen Haustür kehren
Mehr meldepflichtige Drohnensichtungen in Mecklenburg-Vorpommern
Weitere Informationen zur Badewasserqualität gibt es unter www.badewasser-mv.de sowie auf der Internetseite des Landkreises unter www.kreis-vg.de.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]