Technologie

Bayerischer Drohnenhersteller baut Standort in Thüringen aus

Der bayerische Drohnenhersteller Quantum Systems will seinen Standort in Thüringen erweitern. Das Unternehmen ist auf militärische und zivile Überwachungsdrohnen spezialisiert.

OAZ
2 Min
Der bayerische Drohnen- und Softwarehersteller Quantum Systems plant seine weitere Expansion in Thüringen.

Der bayerische Drohnen- und Softwarehersteller Quantum Systems plant seine weitere Expansion in Thüringen.

© Frank Hoermann/SVEN SIMON/IMAGO

Der bayerische Drohnen- und Softwarehersteller Quantum Systems will seinen Standort in Thüringen erweitern. Grundlage dafür ist die Übernahme der Jenaer Firma Spleenlab GmbH, wie das Unternehmen bei einer gemeinsamen Präsentation in Jena mitteilte.

Quantum Systems mit Sitz in Gilching ist auf militärische und zivile Überwachungsdrohnen sowie autonom agierende Systeme spezialisiert. Die 2018 in Saalburg-Ebersdorf gegründete Spleenlab steuert dazu Software bei, die auf künstlicher Intelligenz basiert – also auf Computerprogrammen, die eigenständig Muster erkennen und Entscheidungen treffen können.

Martin Karkour von Quantum Systems erklärte, die unbemannten Systeme dienten nicht nur militärischen Zwecken. Auch Landwirtschaft, Vermessung, autonome Logistikfahrzeuge und der Schutz kritischer Infrastruktur gehören demnach zu den Einsatzgebieten. Nach mehrjähriger Kooperation sei laut Karkour die Entscheidung gefallen: „Wir gehen zusammen.“

Navigation kann GPS-unabhängig erfolgen

Quantum übernahm Anteile, die zuvor die Beteiligungsmanagement Thüringen GmbH in Erfurt hielt. Spleenlab-Mitgründer und Geschäftsführer Tobias Rüdiger erklärte, das Unternehmen sei dank der Kapitalspritzen der Beteiligungsgesellschaft, einer Tochter der Thüringer Aufbaubank, in den vergangenen Jahren gewachsen.

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Die lernende Software des Thüringer Unternehmens, das inzwischen auch in Jena eine Niederlassung unterhält, ermögliche es unbemannten Systemen, ihre Umgebung in Echtzeit zu erfassen. Die Navigation könne somit auch GPS-unabhängig erfolgen – die KI berechne, wo sich beispielsweise eine oder mehrere Drohnen befänden.

Die beiden Standorte in Thüringen sollen nach der Übernahme bestehen bleiben und ausgebaut werden, kündigten beide Unternehmen an. Derzeit beschäftigt Spleenlab nach Angaben des Managements mehr als 50 Mitarbeiter. Bis Jahresende sollen es mindestens 70 bis 75 werden. Laut Rüdiger profitiere das Unternehmen bei Neueinstellungen von jungen Leuten, die frisch von den Universitäten in Jena und Ilmenau kämen. Geplant sei neben der Software-Entwicklung der Test autonomer Systeme von Quantum in Saalburg-Ebersdorf. (mit dpa)

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