Jugendwahl

Berlin: So haben Kinder und Jugendliche bei der U16-Wahl abgestimmt

Bei der ersten U16-Wahl in Berlin haben mehr als 39.000 Kinder und Jugendliche abgestimmt. Stärkste Kraft wurde die Linke mit deutlichem Vorsprung vor den Grünen.

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Kinder und Jugendliche können bei der U16-Wahl für die Partei stimmen, die sie ins Abgeordnetenhaus schicken würden. (Archivbild)

Kinder und Jugendliche können bei der U16-Wahl für die Partei stimmen, die sie ins Abgeordnetenhaus schicken würden. (Archivbild)

© Fabian Sommer/dpa

Die Linke ist bei der ersten U16-Wahl in Berlin mit deutlichem Abstand stärkste Kraft geworden. Die Partei kam auf 32,8 Prozent der Stimmen, wie die Veranstalter mitteilten. Auf Platz zwei folgten die Grünen mit 20,9 Prozent vor der SPD mit 11,9 Prozent und der CDU mit 8,3 Prozent. Die Tierschutzpartei erreichte 7,7 Prozent, die AfD 5,8 Prozent. FDP, Volt und BSW verfehlten die Fünf-Prozent-Marke.

Insgesamt gaben 39.374 Kinder und Jugendliche ihre Stimme ab. Bei der symbolischen Wahl können junge Menschen unter 16 Jahren ihre politischen Präferenzen äußern, das Ergebnis hat keinen Einfluss auf die reguläre Abgeordnetenhauswahl.

Deutlich mehr Beteiligung als 2021

Die Zahl der Teilnehmenden lag mehr als doppelt so hoch wie bei der vorangegangenen Abstimmung zum Abgeordnetenhaus. Bei der letzten regulären Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus 2021 hatten 16.763 Kinder und Jugendliche mitgemacht. Bei der U18-Wahl zur Bundestagswahl 2025 beteiligten sich in Berlin 32.497 junge Menschen.

„Dass so viele junge Menschen ihre Stimme abgegeben haben, bekräftigt ihr Interesse an Mitbestimmung, gerade in einer Zeit, in der junge Stimmen nur wenig gehört werden“, teilten die Veranstalter mit.

Erstmals U16 statt U18

Aus der ehemaligen U18-Wahl zum Abgeordnetenhaus wurde erstmals eine U16-Wahl, weil das reguläre Wahlalter in Berlin auf 16 Jahre abgesenkt wurde. Rund 340 Wahllokale in Jugendfreizeiteinrichtungen, Schulen und Bibliotheken hatten in der vergangenen Woche geöffnet. Teilnehmen durften alle jungen Menschen unterhalb der Altersgrenze, die Staatsbürgerschaft spielte keine Rolle. (mit dpa)

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