Nahost

Bewegung in Iran-Gesprächen: Katarische Unterhändler offenbar in Teheran

Katar schaltet sich laut einem Bericht wieder in die Vermittlung mit Teheran ein. Im Bemühen um ein Ende des Kriegs reiste auch Pakistans Armeechef in die iranische Hauptstadt.

3 Min
Teheran: In der iranischen Hauptstadt wird offenbar in Kürze über ein Ende des Krieges verhandelt.

Teheran: In der iranischen Hauptstadt wird offenbar in Kürze über ein Ende des Krieges verhandelt.

© Sha Dati/imago

Im Ringen um ein Abkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs hat sich offenbar auch Katar in die Vermittlungsbemühungen eingeschaltet. Ein katarisches Verhandlungsteam sei am Freitag in Abstimmung mit den USA in Teheran eingetroffen, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine mit dem Vorgang vertraute Person.

Ziel sei es, „eine endgültige Einigung zu erreichen, die den Krieg beendet und offene Fragen mit dem Iran klärt“, zitierte Reuters die Quelle. Das katarische Außenministerium reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage.

Pakistans Armeechef in Teheran eingetroffen

Nahezu zeitgleich traf nach Angaben des iranischen Staatsmediums IRNA auch Pakistans Armeechef Asim Munir in Teheran ein. Munir gilt als zentraler Vermittler in den indirekten Gesprächen zwischen Washington und Teheran. Er werde mit hochrangigen iranischen Vertretern zusammenkommen, hieß es. Pakistans Innenminister Syed Mohsin Naqvi führte den dritten Tag in Folge Gespräche in der iranischen Hauptstadt, darunter mit Außenminister Abbas Araghtschi.

US-Außenminister Marco Rubio sagte am Rande eines Treffens der Nato-Außenminister in Schweden am Freitag, Pakistan bleibe der wichtigste Gesprächspartner und habe „eine bewundernswerte Arbeit“ geleistet. Auch andere Länder hätten Interessen, insbesondere die Golfstaaten. In den Verhandlungen gebe es „leichte Fortschritte“, sagte Rubio. „Ich will es nicht übertreiben, aber es hat sich etwas bewegt, und das ist gut.“

Katar trotz Angriffen wieder als Vermittler aktiv

Katar hatte sich zunächst aus einer Vermittlerrolle zurückgezogen, nachdem das Land im Verlauf des Krieges selbst von iranischen Raketen und Drohnen getroffen worden war. Die Angriffe trafen unter anderem die Anlage zur Verflüssigung von Erdgas in Ras Laffan und legten nach Angaben von QatarEnergy rund 17 Prozent der katarischen LNG-Exportkapazität lahm. Doha ist enger Verbündeter der USA und beherbergt mit der Luftwaffenbasis Al Udeid die größte US-Militäranlage im Nahen Osten.

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Strittig bleiben in den Verhandlungen laut Reuters und Bloomberg vor allem die iranische Urananreicherung sowie die Kontrolle über die Straße von Hormus. Eine seit dem 8. April geltende Waffenruhe ist weiterhin brüchig.


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