Wassermangel

Immer mehr Wasserentnahmeverbote in Brandenburg

Trockenheit und Hitze setzen Brandenburgs Gewässern zu. In immer mehr Landkreisen und Städten ist die Entnahme von Wasser aus Flüssen und Seen inzwischen verboten.

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Auch der Landkreis Dahme-Spreewald reagiert mit einem Entnahmeverbot in Oberflächengewässern.

Auch der Landkreis Dahme-Spreewald reagiert mit einem Entnahmeverbot in Oberflächengewässern.

© Frank Hammerschmidt/dpa

In Brandenburg weiten sich die Beschränkungen für die Wasserentnahme aus Flüssen und Seen aus. Sieben Landkreise haben bereits entsprechende Verbote erlassen, im Kreis Oder-Spree gelten sie örtlich begrenzt. An diesem Dienstag tritt zudem ein Verbot in der Stadt Brandenburg an der Havel in Kraft. Die Landeshauptstadt Potsdam bereitet einen solchen Schritt vor, Cottbus prüft die Lage.

In der Stadt Brandenburg ist das Abpumpen oder Ableiten von Wasser aus Flüssen, Seen, Teichen und Gräben bis zum 31. August untersagt. Die Bewässerung privater Grün- und Gartenflächen mit Grundwasser ist auf die Zeit zwischen 18 Uhr und 8 Uhr begrenzt. Hintergrund seien die anhaltende Trockenheit, unterdurchschnittliche Niederschläge sowie überdurchschnittlich hohe Temperaturen und wiederkehrende Hitzeperioden, teilte die Stadt mit.

Havelland verweist auf fallende Abflüsse

Im Havelland gilt seit dem 13. Juli bis zum 30. September ein Entnahmeverbot. Der Kreis begründete dies mit extrem fallenden Abflüssen an der Havel und ihren Nebenflüssen. Die Bewässerung von Grün- und Gartenflächen aus dem Grundwasser oder dem Trinkwassernetz ist nur zwischen 18 Uhr und 10 Uhr erlaubt.

Im Kreis Elbe-Elster ist bereits seit dem 2. Juli die Wasserentnahme aus Flüssen und Bächen untersagt. Die Wasserstände seien vielerorts so weit gesunken, dass wichtige Lebensräume für Fische, Kleintiere und Wasserpflanzen gefährdet seien, teilte der Kreis mit. Im Kreis Potsdam-Mittelmark gilt seit dem 19. Juni bis Ende September ein Pumpverbot aus Gewässern; die Bewässerung aus privaten Brunnen ist nur zwischen 20 Uhr und 8 Uhr zulässig.

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Verbote auch in der Lausitz

Der Kreis Oberspreewald-Lausitz untersagt seit Juni die Wasserentnahme mit Pumpen im Einzugsgebiet der Mittleren Spree und der Schwarzen Elster. Für die Mittlere Spree wurde das zunächst zeitlich begrenzte Verbot im Juli auf 24 Stunden ausgeweitet.

Im Kreis Oder-Spree besteht seit 2022 ein örtlich begrenztes Verbot für die Kageler Seenplatte. In den Kreisen Barnim und Märkisch-Oderland gelten Entnahmeverbote bereits seit 2020. In Märkisch-Oderland sind Mengen unter zehn Liter pro Tag und Person sowie die Brandbekämpfung ausgenommen. Der Kreis Ostprignitz-Ruppin appellierte an die Bürger, Wasser besonders sparsam zu verwenden.

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