Stadtentwicklung

Bremer Straße: Leipzig plant Wohnungen für bis zu 1350 Menschen

Auf dem alten Kasernengelände in Gohlis-Nord sollen etwa 770 Wohneinheiten entstehen, 30 Prozent davon mietpreisgebunden. Der Stadtrat entscheidet noch.

Alexander Angierski
3 Min
Stadtentwicklung: Auf dem ehemaligen Kasernengelände in Leipzig soll ein neues Wohnquartier entstehen (Symbolbild).

Stadtentwicklung: Auf dem ehemaligen Kasernengelände in Leipzig soll ein neues Wohnquartier entstehen (Symbolbild).

© Chromorange/imago

Die Leipziger Stadtspitze hat den Bebauungsplanentwurf Nr. 433 „Stadtquartier östlich der Bremer Straße“ auf den Weg gebracht. Auf dem ehemaligen Kasernengelände in Gohlis-Nord soll damit ein Wohnquartier für bis zu 1350 Menschen entstehen. Abschließend entscheidet der Stadtrat. Danach soll der Entwurf im Amtsblatt veröffentlicht werden, damit sich Bürger, Verbände und Vereine weiter in die Diskussion einbringen können, teilte das Dezernat Stadtentwicklung und Bau mit.

Das etwa sieben Hektar große Gebiet liegt zwischen der Max-Liebermann-Straße im Süden und der Bremer Straße im Westen. Im Norden grenzt es an eine Grün- und Waldfläche, im Osten an das Gelände der Bundesnetzagentur. Die Kaserne war 1935 in Betrieb gegangen; nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm die Sowjetarmee das Areal, baute es aus und nutzte es bis 1992. Seither liegt ein Großteil der Fläche brach.

Von den etwa 770 geplanten Wohneinheiten sollen 30 Prozent mietpreis- und belegungsgebunden sein. Entlang der Bremer Straße sind vier- bis fünfgeschossige Wohnhäuser vorgesehen, angelehnt an die benachbarte, denkmalgeschützte Krochsiedlung. In den beiden nordöstlichen Baugebieten am Landschaftsschutzgebiet könnten Reihen- oder Stadthäuser entstehen.

Kasernengelände an der Bremer Straße bleibt teils unbebaut

Die Stadt hatte 2016 gemeinsam mit den Grundstückseigentümern ein städtebauliches Konzept beauftragt, das als Grundlage für den Vorentwurf diente. Seither haben sich die Ziele der Stadtentwicklung geändert, etwa beim möglichen Schulstandort. Beim Vorentwurf im März 2022 war die Stadt noch von rund 14 Hektar und etwa 400 Wohneinheiten ausgegangen; damals sollten auch Grundstücke für ein Gymnasium und eine Kita gesichert werden.

Auf Anregung von Verbänden und Vereinen bleiben Teilflächen im Nordosten unbebaut, um die Arten- und Naturvielfalt zu erhalten. Das südöstliche Grundstück an der Max-Liebermann-Straße, ursprünglich für Einzelhandel gedacht, wird vorerst nicht weiter betrachtet, weil die Planungsziele dafür noch nicht feststehen. Eine zentrale Grünfläche, der sogenannte Grünkeil, soll die Wohngebiete verbinden und der Naherholung dienen. Ein städtebaulicher Vertrag soll sichern, dass der Bereich öffentlich als Park nutzbar bleibt.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen

Buslinie 80 und geplante Straße erschließen das Wohnquartier

An den Nahverkehr ist das Quartier über die Buslinie 80 direkt angebunden. Eine neue Straße von Süd nach Nord soll das Gebiet ab der Max-Liebermann-Straße erschließen.

Eine verkehrsberuhigte Quartierstraße sowie ein öffentlich nutzbarer Rad- und Gehweg sollen das Areal in Ost-West-Richtung an die Bremer Straße anbinden.

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner