Sachsen-Anhalt

Sachsen Anhalt: BSW will als einzige Partei mit AfD sprechen

Während CDU, SPD, Grüne und Linke Gespräche mit der AfD ablehnen, nimmt das BSW das Angebot an. Themen sollen Energie, Bildung und Frieden sein.

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Thomas Schulze und Claudia Wittig (beide BSW) wollen mit der AfD sprechen. (Archivbild)

Thomas Schulze und Claudia Wittig (beide BSW) wollen mit der AfD sprechen. (Archivbild)

© Peter Gercke/dpa

Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt will das BSW als einzige Partei Gespräche mit der AfD über eine mögliche Zusammenarbeit führen. „Der Landesvorstand des BSW Sachsen-Anhalt hat einstimmig beschlossen, seiner Linie treu zu bleiben und mit allen Parteien im neuen Landtag das Gespräch zu suchen“, sagte ein Sprecher der Partei der Deutschen Presse-Agentur. Themen des Treffens mit der AfD sollen Energieversorgung, Bildung und Friedenspolitik sein.

Zuvor hatten Vertreter von CDU, SPD, Grünen und Linken das Gesprächsangebot der AfD ausgeschlagen. BSW-Spitzenkandidat Thomas Schulze kritisierte diese Absagen als „schlechten politischen Umgang“ und als kein gutes Zeichen für die demokratische Kultur.

Die Regierungsbildung in Sachsen-Anhalt gilt als kompliziert: Die AfD wurde mit Abstand stärkste Kraft, verpasste jedoch die absolute Mehrheit um drei Sitze. Vor der Wahl hatten alle anderen Parteien eine Koalition mit ihr ausgeschlossen. AfD-Generalsekretär Tobias Rausch kündigte dennoch an, alle Landtagsparteien zu Sondierungen einladen zu wollen. Im neuen Landtag hält die AfD 39 der 83 Mandate, die CDU 15, SPD, Linke und Grüne je 8, das BSW zieht mit 5 Abgeordneten erstmals ins Parlament ein. (mit dpa)

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