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Beschlüsse von Bund und Ländern

Diese neuen Corona-Regeln gelten nach Weihnachten in Deutschland

Nach Weihnachten gibt es Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte. Clubs müssen bis auf weiteres schließen, Großveranstaltungen ohne Zuschauer stattfinden.

Christian Gehrke Team News Kathrin Merz Kathrin Michulla
3 Min
Bundeskanzler Olaf Scholz (M, SPD) mit Hendrik Wüst (l, CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, und Franziska Giffey (SPD), Regierende Bürgermeisterin von Berlin. 

Bundeskanzler Olaf Scholz (M, SPD) mit Hendrik Wüst (l, CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, und Franziska Giffey (SPD), Regierende Bürgermeisterin von Berlin. 

© dpa/Bernd von Jutrczenka

Wieder Geisterspiele im Sport

Clubs und Diskotheken müssen spätestens ab dem 28. Dezember bis auf weiteres die Innenräume schließen. Die Länder sollen die Schließungen vornehmen. Überregionale Sport-, Kultur- und vergleichbare Großveranstaltungen finden spätestens ab dem 28. Dezember ohne Zuschauer statt. Das bedeutet flächendeckende Geisterspiele im Profisport. Die ersten Rückrundenspiele in der Fußball-Bundesliga dürften davon betroffen sein. Zuletzt durften in Stadien und Hallen in einigen Bundesländern zumindest teilweise Zuschauerränge belegt werden.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) kündigte an, dass die Impfkampagne auch über Weihnachten, an den Tagen zwischen Weihnachten und Silvester und an Silvester weiterlaufen soll. „Corona macht keine Weihnachtspause“, sagte er auf der anschließenden Pressekonferenz in Berlin.

Der Verkauf von Feuerwerk zu Silvester bleibt verboten. Von der Nutzung von Feuerwerk zum Jahreswechsel wird abgeraten, um das Gesundheitssystem nicht zu stark zu belasten. Zu Silvester und Neujahr gibt es ein Versammlungsverbot. Zu Weihnachten bittet die Bundesregierung die Menschen beim Treffen von Familien und Freunden um Vorsicht. Regelmäßiges Lüften und Maske tragen wird empfohlen. Um Tests vor jedem Treffen wird gebeten. 

Versammlungsverbot zu Silvester und Neujahr

Die Beschlüsse von Bund und Ländern zu Weihnachten und Silvester im Überblick:

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Scholz bereitete die Menschen in Deutschland auf einen starken Anstieg der Corona-Infektionen durch die neue Omikron-Variante vor. Omikron werde die Zahl der Infektionen massiv ansteigen lassen, sagte er. „Darauf müssen wir uns jetzt einstellen“, sagte Scholz. Behörden und Unternehmen der kritischen Infrastruktur hätten bereits damit begonnen, ihre Notfallpläne zu reaktivieren.

Omikron sei aggressiver und drohe den Impfschutz zu unterlaufen. Erst eine Auffrischimpfung gebe einigermaßen Schutz. Scholz dankte dem Corona-Expertenrat der Regierung, der am Sonntag Maßnahmen gegen Omikron vorgeschlagen hatte. Scholz sagte, dass die vierte Corona-Welle wegen der im November beschlossenen Corona-Maßnahmen langsam zurückgehe. Doch nun zeige sich: „So schnell wie erhofft ist es nicht vorbei.“

RKI hatte sofortige maximale Kontaktbeschränkungen gefordert

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hatte kurz vor den Beratungen wegen der Omikron-Gefahr sofortige maximale Kontaktbeschränkungen gefordert. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte das in der Schalte kritisiert und gesagt, es gebe keine wissenschaftliche Zensur, die Veröffentlichung sei aber „nicht abgestimmt“ gewesen, wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern erfuhr. Das dürfe nicht passieren.

Der Expertenrat der Bundesregierung, dem auch RKI-Cher Lothar Wieler angehört, hatte am Wochenende eine Stellungnahme veröffentlicht, in der deutlich vager „gut geplante und gut kommunizierte Kontaktbeschränkungen“ gefordert werden. Lauterbach selbst hatte einen Lockdown schon zu Weihnachten ebenfalls am Wochenende ausgeschlossen(mit dpa)

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