Die Bundesregierung unterstützt das Angebot des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj für direkte Friedensgespräche mit Russland. Berlin pocht darauf, dass auch europäische Vertreter eingebunden werden.
Die Bundesregierung hat das jüngste Verhandlungsangebot des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an Russland begrüßt. „Wir teilen zudem die Ansicht von Präsident Selenskyj, dass an Gesprächen mit Russland auch Vertreter Europas und der Vereinigten Staaten beteiligt werden sollen“, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille laut Deutscher Presse-Agentur am Freitag in Berlin. „Wir sind sehr dafür, dass dieser Konflikt zu einem Ende geführt wird“, betonte Hille. Die Ukraine zeige nach Ansicht der Bundesregierung seit Langem eine Bereitschaft zu Gesprächen, die bei Russland aber nicht zu beobachten sei.
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Vor dem Hintergrund stockender US-Vermittlungsbemühungen hatte Selenskyj dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in einem offenen Brief direkte Friedensgespräche angeboten. Als mögliche Orte für ein persönliches Treffen nannte er die Schweiz, die Türkei oder ein Land der arabischen Welt. Für die Dauer der Gespräche bot Selenskyj eine vollständige Waffenruhe an, deren Einhaltung internationale Partner überwachen könnten, darunter die USA. Zudem brachte er einen Gefangenenaustausch sowie die Rückkehr verschleppter Zivilisten und Kinder ins Spiel. Anschließend solle über langfristige Sicherheitsgarantien gesprochen werden.
Der Kreml nahm den Vorstoß am Donnerstag zurückhaltend auf. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte laut Medienberichten, man habe den Brief zur Kenntnis genommen. Selenskyj könne jederzeit nach Moskau kommen, wenn er reden wolle, sagte Peskow demnach.
Putin selbst verwies am Rande des Internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg laut der Nachrichtenagentur Reuters auf sein Treffen mit US-Präsident Donald Trump im vergangenen Jahr in Anchorage. Eine Verhandlungslösung sei auf Grundlage der damals besprochenen Kompromisse möglich. Da er Anzeichen für eine Zustimmung Kiews nicht sehe, sei Russland aber auch bereit, den Krieg militärisch zu Ende zu führen.
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