Der Bundestag hat am Donnerstag die Verlängerung des Bundeswehr-Einsatzes in Bosnien und Herzegowina beschlossen. Damit können sich ein weiteres Jahr lang bis zu 50 deutsche Soldatinnen und Soldaten an der EU-geführten Mission Eufor Althea beteiligen. Zentrale Aufgabe ist weiterhin die Unterstützung der Umsetzung des Friedensvertrages von Dayton aus dem Jahr 1995. Das Kabinett hatte die Mandatsverlängerung Ende Mai auf den Weg gebracht.
Engagement bei Eufor Althea seit 2022
Die Bundeswehr ist seit August 2022 an der Mission Eufor Althea mit bis zu 50 Soldaten beteiligt. Bereits von 2004 bis 2012 war sie vor Ort im Einsatz. Das deutsche Engagement umfasst derzeit insgesamt 36 Dienstposten.
Als Nachfolgemission der von der Nato geführten „Stabilisation Force“ (SFOR) soll Althea in dem Balkanland für Sicherheit sorgen. Weitere Ziele sind die Ausbildung der bosnischen Streitkräfte und die Schaffung eines sicheren Umfeldes für die Entwicklung des Landes.
In Bosnien-Herzegowina gibt es mehr als 30 Jahre nach Kriegsende weiter erhebliche Spannungen zwischen den Volksgruppen der Serben, Kroaten und der bosnischen Muslime. Vor allem auf Seiten der bosnischen Serben bestehen Tendenzen zu einer Abspaltung beziehungsweise einem Anschluss an Serbien. (mit AFP)
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