Die Bundeswehr steht offenbar vor der Anschaffung von Kampfdrohnen. Noch im Februar soll der Bundestags-Haushaltsausschuss über den Erwerb solcher bewaffneter Drohnen für die Bundeswehr entscheiden, sagte der Verteidigungsexperte der SPD-Bundestagsfraktion, Andreas Schwarz, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
„Wir gehen davon aus, dass im Februar zwei Beschlussvorlagen zur Anschaffung von Kampfdrohnen bei uns eingehen werden“, sagte Schwarz. „Sie wurden bereits vom Verteidigungsministerium an das Bundesfinanzministerium weitergeleitet.“
Anschaffung von Kampfdrohnen: Rheinmetall außen vor
Nach RND-Informationen werden das Berliner Rüstungs-Start-up Stark Defence und das Münchner Drohnen- und KI-Unternehmen Helsing jeweils einen Auftrag von 300 Millionen Euro erhalten, während das größte deutsche Rüstungsunternehmen Rheinmetall vorerst leer ausgeht.
Stark Defence wurde 2024 gegründet – eigenen Angaben zufolge als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine. Laut Manager-Magazin gehört Peter Thiel zu einem der Investoren in dem Start-up.
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„Nachdem ein Anbieter bisher nicht in der erforderlichen Qualität liefern kann, müssen die beiden schnellsten Anbieter nicht länger auf den langsamsten warten“, sagte der SPD-Abgeordnete Schwarz dazu. „Es wird nur das beschafft, was tatsächlich funktioniert.“
Grünen-Abgeordneter warnt vor Berliner Start-up
Er gehe davon aus, dass die beauftragten Unternehmen zeitnah liefern können, fügte er hinzu. „Denn die Drohnen sind ja bereits entwickelt. Sie müssen nur noch produziert werden.“ Er rechne mit ersten Lieferungen noch in diesem Jahr.
Der Grünen-Bundestagsabgeordnete und Haushaltsexperte Sebastian Schäfer warnte davor, Stark Defence den Zuschlag zu geben, weil an dem Unternehmen auch der umstrittene US-Milliardär und Trump-Unterstützer Thiel Anteile halte. „Die letzten Wochen haben eindrücklich gezeigt, dass wir Abhängigkeiten, auch von den USA, dringend reduzieren müssen und nicht weiter ausbauen sollten“, sagte Schäfer dem RND. „Es wäre naiv anzunehmen, dass ein Investor wie Peter Thiel keinen Einfluss ausüben könnte, wenn er wollte.“
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