Sachsen

Neubau der Carolabrücke: Bürger können noch bis Sonntag abstimmen

Noch bis Sonntag können sich Interessierte an der Online-Abstimmung über die Entwürfe für die neue Dresdner Carolabrücke beteiligen. Bereits Zehntausende haben ihr Votum abgegeben.

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Für den Neubau der Carolabrücke gibt es mehrere Entwürfe.

Für den Neubau der Carolabrücke gibt es mehrere Entwürfe.

© FHECOR Deutschland GmbH und TSSB Planungsgesellschaft

Noch bis zum 19. Juli läuft die Online-Umfrage „carolaVOTE“ zu den vier eingereichten Entwürfen für den Neubau der Carolabrücke in Dresden. Bis Donnerstagvormittag hätten rund 21.000 Teilnehmende ein vollständiges Votum abgegeben, teilte die Stadtverwaltung mit. Bereits nach den ersten gut drei Wochen hatten sich nach Angaben der Landeshauptstadt 14.000 Menschen beteiligt.

Teilnehmen können den Angaben zufolge nicht nur Einwohner Dresdens, sondern alle Interessierten – darunter Pendler und Besucher. Eine Altersbeschränkung gibt es nicht. Neben der Bewertung der Entwürfe sind auch Einschätzungen zu einzelnen Aspekten gefragt. Nach Angaben der Stadt verlief die Abstimmung bislang ohne Zwischenfälle, Hinweise auf missbräuchliche Mehrfachteilnahmen gebe es nicht.

Carolabrücke: Entscheidung wird im September getroffen

Ab dem 20. Juli werde die Abstimmung ausgewertet, hieß es aus der Stadtverwaltung. Die Stimmabgaben würden datenschutzkonform analysiert und auf ihre Plausibilität geprüft, um mögliches missbräuchliches Abstimmungsverhalten auszuschließen. Die Ergebnisse gehen zunächst an das Begleitgremium der Stadt.

Neben dem Bürgervotum sind ein Expertengremium unter Leitung von TU-Professor Steffen Marx, ein Begleitgremium mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sowie Fachämter der Landeshauptstadt in die Auswahl eingebunden. Die endgültige Entscheidung trifft der Stadtrat am dritten September.

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Die zur Bürgerbeteiligung gehörende Ausstellung in der AGORA des Stadtforums in der Waisenhausstraße 14 wird nach Angaben der Stadtverwaltung wegen des großen Interesses bis einschließlich Dienstag, 18. August, verlängert. Sie zeigt Visualisierungen und Modelle der vier Architekten-Entwürfe und ist montags bis freitags zwischen 8 und 18 Uhr kostenfrei geöffnet.

Die vormalige Carolabrücke, ein Spannbetonbauwerk aus DDR-Zeiten, war in der Nacht zum 11. September 2024 teilweise eingestürzt. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die beiden stehengebliebenen Brückenzüge wurden so stark beschädigt, dass sie komplett abgerissen werden mussten. Als Ursache gilt Korrosion, die zum Versagen von Spanngliedern führte. Nach bisheriger Planung soll die Brücke ab Mai 2028 wiedererrichtet und 2031 fertiggestellt werden.

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