Um einen Wahlsieg der AfD im Schweriner Wahlkreis zu verhindern, verzichtet der Linken-Politiker Daniel Trepsdorf auf seine Direktkandidatur bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern. Er spricht sich stattdessen für Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) aus.
Trepsdorf begründete seinen Schritt gegenüber der Deutschen Presse-Agentur damit, ein Direktmandat des AfD-Spitzenkandidaten Leif-Erik Holm verhindern zu wollen. Die demokratischen Kräfte müssten zusammenstehen „und eine Wahlempfehlung für die versierteste und aussichtsreichste Kandidatin aussprechen“, sagte der 50-Jährige. Er rief alle Wähler dazu auf, ihre Erststimme im Wahlkreis 8 Schwesig zu geben.
Zugleich warb Trepsdorf für seine eigene Partei: „Genauso deutlich sage ich: Zweitstimme Die Linke. Damit das Land die Politik der MV-Koalition fortführen kann.“
Rot-Rot und AfD in Umfrage nah beieinander
In Mecklenburg-Vorpommern wird am 20. September ein neuer Landtag gewählt. SPD und Linke bilden derzeit die Landesregierung. Nach einer Umfrage des Instituts Insa käme die Koalition landesweit auf 40 Prozent der Stimmen – 29 Prozent für die SPD und 11 Prozent für die Linke. Die AfD erreicht der Erhebung zufolge 36 Prozent.
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Im Wahlkreis 8 in Schwerin treten die Spitzenkandidaten von SPD und AfD, Schwesig und Holm, direkt gegeneinander an. (mit dpa)
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