Denkmalpflege

Dann enthüllt Rosengarten Forst die rekonstruierte „Wassernixe“

Die als verschollen geltende Figur im Pergolenhof in Forst wurde nach alten Fotos nachgebildet. Bürgermeisterin Taubenek will sie am Samstag um 14.30 Uhr vorstellen.

Alexander Angierski
2 Min
Rosengarten Forst: Im Pergolenhof wird am Samstag die rekonstruierte „Wassernixe“ vorgestellt.

Rosengarten Forst: Im Pergolenhof wird am Samstag die rekonstruierte „Wassernixe“ vorgestellt.

© Stadt Forst

Im Ostdeutschen Rosengarten in Forst (Lausitz) kehrt eine seit Jahrzehnten verschwundene Skulptur an ihren alten Platz zurück. Am kommenden Samstag um 14.30 Uhr soll die rekonstruierte „Wassernixe“ im Pergolenhof enthüllt werden, teilte die Stadt Forst mit. Bürgermeisterin Simone Taubenek und Rosenkönigin Stefanie III. wollen die Figur gemeinsam der Öffentlichkeit vorstellen.

Die Enthüllung ist Teil des fünften deutsch-polnischen Parkseminars. An diesem Tag arbeiten nach Angaben der Stadt zahlreiche Freiwillige im Rosengarten an der Pflege und Weiterentwicklung der historischen Anlage. Dabei bekommt auch das Umfeld der Skulptur eine neue Gestalt: Die Beete rund um die „Wassernixe“ werden neu angelegt. Rund 130 Rhododendren und Hunderte Waldsteinien-Stauden sollen dort gepflanzt werden.

Letztes bekanntes Foto der „Wassernixe“ stammt von 1971

Die „Wassernixe“, in historischen Quellen auch „Nymphe“ oder „Mädchen mit Frosch“ genannt, entstand vor der Rosen- und Gartenbauausstellung von 1913. Sie stammt vom Cottbuser Bildhauer Walter Adler, der auch das „Mädchen mit Wasserkrug“ schuf. Beide Figuren gehörten zur ursprünglichen Ausstattung des Pergolenhofs. Das „Mädchen mit Wasserkrug“ kehrte bereits zum 110-jährigen Jubiläum des Rosengartens an seinen Standort zurück. Die „Wassernixe“ blieb dagegen verschwunden; der letzte bekannte fotografische Nachweis stammt aus dem Jahr 1971.

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Weil weder Teile der Originalfigur noch Gussformen erhalten sind, musste die Skulptur anhand weniger alter Fotografien zunächst als Tonmodell nachgebildet werden. Hergestellt wurde sie anschließend in einem speziellen Betongussverfahren. Die Arbeit übernahm wie schon beim „Mädchen mit Wasserkrug“ die Firma Stuckhaus Scherf und Ritter aus Waldenburg in Sachsen.

Private Spende finanziert „Wassernixe“ im Rosengarten Forst

Möglich wurde die Rekonstruktion nach Angaben der Stadt durch eine private Spende. Wer gespendet hat und wie hoch der Betrag ist, nennt die Stadt nicht.

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Mit der Enthüllung erhält der Pergolenhof ein weiteres Stück seiner historischen Gestaltung zurück. Die „Wassernixe“ soll gegenüber dem „Mädchen mit Wasserkrug“ stehen – an jenem Platz, den sie vor mehr als 110 Jahren schon einmal einnahm.

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