Die Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen (SBG) suchen 50 Freiwillige, die am Samstag, 7. November, im Klosterpark Altzella selbst Hand anlegen. Der Arbeitseinsatz ist der praktische Teil des ersten Parkseminars an diesem Ort. Ziel ist, historische Blickbeziehungen im Gartendenkmal wiederherzustellen. Dafür sollen einzelne Bäume gezielt gefällt und Gehölze zurückgeschnitten werden, zugleich sind neue Bäume und Sträucher geplant.
Außerdem soll der Alte Mühlgraben wieder erlebbar werden, und Wegeverläufe sollen korrigiert werden. Die Fachleute orientieren sich dabei nach Angaben der SBG an einer gartendenkmalpflegerischen Zielplanung, die zur Vorbereitung des Seminars erstellt wurde. Die Freiwilligen arbeiten in mehreren Gruppen unter Anleitung von Gartenmeistern der SBG und weiteren Gartenfachleuten. Vorgesehen sind ein gemeinsamer Einführungs- und ein Abschlussrundgang sowie eine Pausenversorgung.
Treffpunkt am 7. November ist um 9 Uhr am Mausoleum im Klosterpark, Ende gegen 15 Uhr. Wer teilnehmen will, meldet sich bis zum 18. Oktober per E-Mail an [email protected] an. Die Teilnahme ist kostenfrei, am Samstag aber auf 50 Plätze begrenzt. Die SBG bittet, festes Schuhwerk, Arbeitshandschuhe und eine lange Hose zu tragen; wer kann, soll einen scharfen Spaten oder eine Schaufel mitbringen.
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MehrVortragsabend eröffnet Parkseminar in Altzella
Den Auftakt bildet am Freitag, 6. November, von 18.30 bis 20.30 Uhr ein öffentlicher Vortragsabend in der Galerie des Klosterparks. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Der Museologe Peter Dänhardt spricht über „Mit einem Fuß im Paradies – zur Geschichte Altzelles“, Leonie Wittmann (Landschaftsarchitektur) über „Zwischen Buche und Betsäule – die Geschichte des Klosterparks Altzella“. Claudius Wecke, Leiter des Bereichs Gärten der SBG, führt in die praktischen Arbeiten ein. Beide Tage lassen sich einzeln oder zusammen besuchen.
Wecke ordnet das Format in eine längere Linie ein: „Parkseminare haben in Sachsen eine lange Tradition und wurden unter dem ehemaligen sächsischen Gartendirektor Hermann Schüttauf in den 1950er Jahren ins Leben gerufen. Diese Tradition pflegen wir und führen sie unter den aktuellen Herausforderungen in die Zukunft.“ Das Seminar besteht aus Vorträgen, Führungen und praktischer Arbeit.
Vorbild Großer Garten Dresden
Zuletzt hatte die SBG nach eigenen Angaben 2023 und 2024 zwei Parkseminare im Großen Garten Dresden ausgerichtet. Dort seien Flächen im Gartendenkmal nach historischem Vorbild wiederhergestellt worden.
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In Altzella sollen die Teilnehmer nach Darstellung der SBG aus erster Hand erfahren, welche Überlegungen hinter der Entwicklung des Parks stehen.
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