Pegida

Ein Satz, der alles veränderte: Wie Buchhändlerin Susanne Dagen die Seiten wechselte

Ein Satz über Pegida wurde für die gefeierte Buchhändlerin Susanne Dagen zum Verhängnis. Heute organisiert sie ihre eigene Buchmesse in Halle – und weigert sich, das Spielfeld zu räumen.

12 Min
Ein Leben für die Literatur: Seit 1995 betreibt Susanne Dagen in Dresden das Buchhaus Loschwitz.

Ein Leben für die Literatur: Seit 1995 betreibt Susanne Dagen in Dresden das Buchhaus Loschwitz.

© Rene Plaul für Ostdeutsche Allgemeine

Susanne Dagen steht im schattigen Innenhof und beobachtet die Wetterfront, die heranzieht. Ein Gewitter kündigt sich an, die ersten Böen wirbeln Staub auf der Terrasse auf. „Ich glaube, wir gehen mal besser rein“, sagt sie und lacht. Susanne Dagen, Mitte fünfzig, schulterlanges blondes Haar, klemmt sich beherzt die Sitzkissen unter den Arm, eilt in die rustikale, offene Wohnküche, der Kaffee ist gleich fertig. Das um 1870 erbaute Haus befindet sich in der Nähe des Körnerplatzes, im historischen Dorfkern des Dresdner Stadtteils Loschwitz.

Hier erstreckt sich der Elbhang mit seinen Villen, die Dresdner Standseilbahn und die Schwebebahn erklimmen von hier aus die Höhen, von denen aus man einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt genießen kann. Wein umrankt die alten Mauern von Dagens Buchhandlung und des daran angeschlossenen Wohnhauses. Das Gebäudeensemble, in dem sich auch ein eigens ausgebauter Veranstaltungsraum für Lesungen befindet, gehört Susanne Dagen und ihrem Mann Michael Bormann seit 2004. Ihre Buchhandlung eröffneten sie hier schon 1995. Seitdem ist viel passiert im Leben ihrer Familie.

Kind der Platte

Wer Susanne Dagen zum ersten Mal begegnet, könnte über ihre direkte Art erstaunt sein. Sie spricht, wie ihr der Schnabel gewachsen ist, wie man es in Sachsen gern umschreibt. Sie lacht viel, ihren sächsischen Dialekt versteckt sie keineswegs, und sie ist keine Tochter aus dem guten Bürgertum, wie sie gern selbst betont. Zumindest nicht, was die Wohnverhältnisse betrifft. „Ich bin im Erdgeschoss eines Wismutbaus aufgewachsen, mit Kohleheizung, immer fußkalt.“ Eine ordentliche Bronchitis gehörte zum Winteralltag. „Eben eine ganz typische DDR-Biografie.“

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Geboren wird sie 1972 in Dresden. Ihre Mutter, damals gerade zwanzig, ist Kunstwissenschaftlerin und arbeitet später als Leiterin der Neuen Dresdner Galerie am Kulturpalast. Ihr Vater, ein Chemiker aus Kroatien, verlässt die Familie früh. Fünf, sechs Mal zieht sie mit ihrer Mutter innerhalb Dresdens um: von Bühlau in die Johannstadt, von dort in die Südvorstadt, dann in einen Dreizehngeschosser zurück in die Johannstadt. Kunst und Politik sind zu Hause allgegenwärtig, erzählt sie. Die Mutter nimmt ihre „Galerie“ von Wohnung zu Wohnung mit. „Bei uns hingen immer Bilder an den Wänden.“

Ab der dritten Klasse besucht das Mädchen eine Einrichtung mit erweitertem Russischunterricht, benannt nach der sowjetischen Partisanin Soja Kosmodemjanskaja. Ihr Alltag ist streng getaktet: philharmonischer Kinderchor, Gesangsunterricht, Klavier, Sprecherziehung. „Meine Mutter war immer der Meinung: Hauptsache, das Kind ist weg von der Straße.“ Sie sei ein Freigeist gewesen, ein wildes Kind, das sich keine Grenzen setzen lässt. Susanne ist viel lieber bei ihren Freundinnen, verbringt Zeit mit deren Familien und in den Plattenbauhöfen bei Tischtennisspielen. Manches Mal wird die Mutter in die Schule zitiert, weil „Susi“ im Unterricht einfach aufgestanden und gegangen ist. Doch ihre Mutter, sagt sie heute, habe sie immer verteidigt.

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Ein Ort für Bücher, aber auch Autorenlesungen, Liederabende, Gesprächsrunden: das Buch- und Kulturhaus Loschwitz

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© Rene Plaul für Ostdeutsche Allgemeine

„Ich kann eigentlich alles verkaufen“

1988 zieht Susanne Dagen nach Zwickau, besucht das Konservatorium. Klavier und Gesang, bis zu acht Stunden am Tag üben. Der Weg ist familiär vorgezeichnet – die Mädchen studieren Musik, die Jungen Medizin, so funktionierte es über Generationen hinweg. Doch die junge Frau erkennt schnell: „Ich werde nie so gut sein, dass ich über das Stadttheater Aschersleben hinauskomme.“ Sie trotzt der Familie die Entscheidung ab, dass sie ihr Studium abbrechen darf – ungewöhnlich zu DDR-Zeiten. Im heißen Sommer 1989 bricht sie die Zelte in Zwickau ab. Wohin ihr Weg sie führen soll, weiß sie zu diesem Zeitpunkt nicht genau.

Vom Fall der Mauer erfährt sie an jenem Novemberabend zu Hause in Dresden: Der Stiefvater sitzt vor dem Fernseher, die Mutter schläft schon. „Susi, die Mauer ist weg“, habe er gesagt. „Ich habe nur gedacht, er spinnt, und bin auch ins Bett gegangen.“ Erst am nächsten Morgen begreift sie, was am geschichtsträchtigen Vorabend wirklich passiert ist. Am darauffolgenden Wochenende fährt sie nach Hof, zum ersten Mal in den Westen. „So richtig fassen konnte ich das nicht.“

Plötzlich steht die Welt offen, doch die junge Frau, die die Freiheit so sehr liebt, bleibt zunächst in Dresden. Zwei Jahre arbeitet sie als eine Art fliegende Händlerin auf der Prager Straße, Dresdens bekannter Einkaufsstraße. Ihr Angebot: Mineralien, Tücher, Taschen, Schmuck. „Ich kann eigentlich alles verkaufen“, sagt sie und lacht wieder.

Dann vermittelt ihr die Mutter eine Lehrstelle als Buchhändlerin. Sie lernt in Dresden, später in Rostock, in einer kleinen, alternativen 40-Quadratmeter-Buchhandlung, deren politische Ausrichtung sie damals aber nicht weiter interessiert: „Links oder rechts – das war mir scheißegal, es waren nette Leute.“

In ihrer Rostocker Zeit Anfang der 1990er-Jahre erlebt sie die Ausschreitungen in Lichtenhagen, die gern als frühes Beispiel für die Fremdenfeindlichkeit der DDR-Bürger herangezogen werden, bis heute. „Wir sind jedes Wochenende nach Warnemünde an den Strand gefahren, immer durch Lichtenhagen hindurch. Und die Stimmung wurde immer ungemütlicher, immer lauter.“ In ihrer Wahrnehmung sei es aber gar nicht um die Vietnamesen gegangen, sondern um Menschen, die man damals als „Zigeuner“ bezeichnete. Ohne Wohnungen, ohne Toiletten. „Das gab natürlich Ärger im Viertel.“

Dann seien von Journalisten jene Bilder gemacht, jene Zeilen geschrieben worden, die ein Bild des Ostens manifestierten: rechtsextreme Übergriffe auf Ausländer. „Das geht nie wieder raus aus dem kollektiven Gedächtnis.“

Ein Platz in der Sonne: „Ich bin ein absolutes Glückskind“, sagt die Buchhändlerin Susanne Dagen.

Ein Platz in der Sonne: „Ich bin ein absolutes Glückskind“, sagt die Buchhändlerin Susanne Dagen.

© Rene Plaul für Ostdeutsche Allgemeine

Ein Haus, ein Erbe, ein Anfang

Nicht nur deshalb kehrt sie Rostock und dem eher verhaltenen mecklenburgischen Naturell den Rücken. Sie hat Heimweh. 1994 geht sie mit ihrem Mann Michael Bormann, den sie 1991 in der Leipziger Buchhändlerlehranstalt kennengelernt hat, nach Dresden zurück. In einer der großen Buchhandlungen will keiner von ihnen arbeiten. Die zündende Idee kommt von ihrer Mutter: „Dann mach doch eine eigene Buchhandlung auf.“

Susanne Dagen und ihr Mann finden einen Laden in Loschwitz, eine ehemalige Änderungsschneiderei, „mit einem Pudel im Schaufenster“, erinnert sie sich. Die Vermieterin, eine deutsche Rückkehrerin aus Pittsburgh, Pennsylvania, überlässt den Dagens die Räume. Die Miete sei hoch gewesen, weiß Susanne Dagen noch heute. „27 Mark pro Quadratmeter. Aber wir haben die Buchhandlung, das Buchhaus Loschwitz, dann schließlich doch eröffnet.“

In den folgenden Jahren entsteht eine ungewöhnliche Beziehung zwischen der alten Dame und dem jungen Paar. Nicht wirklich herzlich, so habe es Dagen damals empfunden. Umso größer ist später die Überraschung: Als die Vermieterin 2004 stirbt, findet das Ordnungsamt in ihrem Nachlass ein Testament. Sie hat Susanne Dagen und ihrem Mann das Haus vererbt. „Ich habe viel Glück in meinem Leben gehabt“, sagt sie mit Blick auf den unverhofften Immobilienbesitz. „Andere sehen das vielleicht anders, aber ich sage: Ich bin ein absolutes Glückskind.“

Das Buchhaus Loschwitz etabliert und entwickelt sich zu einem Ort für Lesungen mit hochkarätigen Gästen aus der Literaturszene. Darunter auch Uwe Tellkamp, mit dem sie bis heute freundschaftlich eng verbunden ist. Gleich zweimal, 2015 und 2016, wird das Buchhaus mit dem Deutschen Buchhandlungspreis ausgezeichnet: eine Ehrung als besonders herausragende Einrichtung ihrer Art.

Nimmt kein Blatt vor den Mund: die Dresdner Buchhändlerin Susanne Dagen

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© Rene Plaul für Ostdeutsche Allgemeine

Der Bruch

Zugleich verändert sich 2016 alles. Von einem Tag auf den anderen, wie Dagen erzählt. Weil ein Spiegel-Journalist zum Frühstück bei ihr zu Gast ist, weil sie offen redet und von ihrer Sicht auf die Ereignisse in der Zeit der sogenannten Asylkrise erzählt. In seinem Artikel wird der Journalist Alexander Osang daraufhin schreiben, dass die beste Buchhändlerin Dresdens mit Pegida sympathisiere. Die „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ hatten sich 2014 gegründet und demonstrierten seither regelmäßig auf den Dresdner Straßen gegen die deutsche und europäische Asyl- und Einwanderungspolitik.

„Dieser Artikel war der absolute Todesstoß“, sagt Dagen heute. Freunde wenden sich ab. Kunden bleiben weg. Es folgt, was sie eine „tiefe Talsohle“ nennt. Zurückblickend erklärt Dagen, was sie damals wirklich umtrieb: nicht Pegida selbst, sondern die Berichterstattung darüber. „Es hat mich so aufgeregt, wie über die Leute geredet wurde. Der braune Sumpf, Dunkeldeutschland, plötzlich waren sie rechts, rechtsextrem, fremdenfeindlich, Nazis. Ich habe einfach gedacht: So geht das doch nicht.“

Ihr Bild ist ein anderes: Sie unterhält sich zu jener Zeit mit Kunden, die zu Pegida gehen. Etwa mit einem älteren Ehepaar, sie Kinderärztin, er Pharmakologe und Träger der Senckenberg-Medaille, beide waren in den 70er-Jahren im Kofferraum eines Autos in den Westen geflüchtet. „Solche Menschen sind doch nicht der Abschaum von Sachsen.“ Das habe sie dem Spiegel-Journalisten erklären wollen – nicht mehr und nicht weniger.

Auf der Frankfurter Buchmesse 2017 kommt es zum Eklat um den neurechten Antaios-Verlag, gegen dessen Teilnahme es massiven Protest gibt. Es kommt zu Tumulten am Stand, rund 100 Antifa-Aktivisten und rechte Gruppen geraten aneinander. Susanne Dagen verfasst die „Charta 2017“ und warnt darin vor einer „Gesinnungsdiktatur“, wenn Verlage ausgeschlossen werden. Es unterzeichnen namhafte Schriftsteller wie Cora Stephan, Uwe Tellkamp, Vera Lengsfeld, Matthias Matussek. Es ist ein Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt.

Zweimal mit dem Deutschen Buchhandlungspreis ausgezeichnet: das Buchhaus Loschwitz

Zweimal mit dem Deutschen Buchhandlungspreis ausgezeichnet: das Buchhaus Loschwitz

© Rene Plaul für Ostdeutsche Allgemeine

Angriff auf das Haus

Im April 2021 wird ein Anschlag auf ihre Buchhandlung in Loschwitz verübt. Ein Stein fliegt durchs Fenster, ein Molotow-Cocktail, Buttersäure, Pyrotechnik. Ihre Tochter, damals neunzehn, ist allein zu Hause. „Ich habe gedacht, das Haus explodiert“, wird die junge Frau später über diesen Abend berichten. Die Eltern sind zu diesem Zeitpunkt nicht daheim, ihre Handys ausgeschaltet. Susanne Dagen erinnert sich, dass sie am Morgen danach unzählige verpasste Anrufe auf ihrem Handy findet. „Wir haben uns eingestehen müssen, dass wir eigentlich damit gerechnet haben, dass so etwas irgendwann passiert.“

Das Haus ist nicht explodiert, die Buchhandlung kann nach wenigen Tagen wieder öffnen. Der Dresdner Stadtrat verurteilt den Anschlag in einer Aktuellen Stunde, ebenso wie Oberbürgermeister Dirk Hilbert und Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch, erzählt Dagen. Doch was macht so etwas mit einer Familie? „Es ist eine Frage der Einstellung, des Temperamentes.“ Entweder lasse man sich einschüchtern oder nehme das als Anlass, weiterzumachen. Auch ihre Kinder hätten sich für den zweiten Weg entschieden und ihrer Mutter den Rücken gestärkt. Trotz des Anschlags.

Die Reibungsfläche

Über die Zuschreibungen, die Dagen inzwischen begleiten – neurechts und Pegida-nah –, spricht sie heute abgeklärt. „Ich habe irgendwann verstanden: Ich bin nur eine Projektionsfläche, eine Reibungsfläche, und auf dieser Fläche haben sich damals alle gnadenlos ausgetobt.“ Sie stand auf der vermeintlich falschen Seite, ihre Kritiker auf der guten. Ein Austausch zwischen den beiden Seiten? Ausgeschlossen, nicht erwünscht. Ihre Meinung, ihre Argumente sollten keine Plattform bekommen, deshalb mied man das Gespräch mit ihr. In dem Moment, in dem sie das für sich begriffen habe, sagt Dagen heute, sei die Aufregung gewichen.

Das Dresdner Societätstheater brachte 2021 das Stück „Die Buchhändlerin“ heraus, das auf ihren Aussagen basiert und in dem Aufnahmen von ihr mit Bildern von Fackelzügen zusammengeschnitten worden seien. Sie hat es nie komplett gesehen, sagt sie, nur den Trailer. „Irgendwann bringen die mich um“, habe sie damals zu ihrem Mann gesagt.

Seit 2019 ist Dagen Stadträtin in Dresden, angetreten für die Freien Wähler. 2024 schließt sie sich der AfD-Fraktion an, weil es für eine eigene Fraktion der Freien Wähler nicht mehr reicht. Dagen will sich aber weiter politisch engagieren, es geht um Ausschussarbeit und um Redezeit. Mitglied der Partei ist sie nicht. „Die hätten keinen Spaß mit mir.“ Ihre roten Linien seien juristische. „Was nicht verboten ist, ist erstmal erlaubt. Wenn ich an den Rechtsstaat glaube, dann darf ich genau dort die Grenze ziehen.“ So geht sie auch mit den Verlagen um, die auf ihrer Buchmesse ausstellen.

Halle im November: Alternative Buchmesse

Im November 2025 richtet sie in Halle an der Saale erstmals ihre eigene Buchmesse aus. Unter dem Titel „Seitenwechsel“ – damit steht Dagen nun auch ganz offiziell auf der anderen Seite. Über 3000 Quadratmeter Fläche, 70 Veranstaltungen an zwei Tagen, viele Aussteller aus dem gesamten konservativen und neurechten Spektrum, die Mehrheit sei aber völlig unpolitisch, betont sie. Dagen bezeichnet „Seitenwechsel“ als alternative Büchermesse, als Gegenentwurf zu den großen Messen in Frankfurt am Main und Leipzig, die Dagen als zu politisiert empfindet. Sie spricht gern von „geistiger Notwehr“.

Zu ihren Gästen gehören konservative und rechte Publizisten wie Götz Kubitschek, Hans-Georg Maaßen, Uwe Tellkamp, Alexander Gauland. Der Oberbürgermeister von Halle spricht indes davon, dass die Messe „den Ruf der Stadt beschädigt“. Es regt sich Widerstand, es gibt Proteste, mehrere zehntausend Euro koste allein das Sicherheitskonzept, sagt Dagen. Mehr als 6000 Besucher folgen dennoch im vergangenen Jahr ihrer Einladung in die Saalestadt.

Als sie an jenem Freitag im November 2025 zum ersten Mal die Halle betritt, begreift sie zum ersten Mal: „Das wird eine richtige Messe.“ Das habe sich gut angefühlt. Sie schwärmt von den Ausstellern, den Besuchern, den Gesprächen. Von einer Stimmung, die sie einen „großen Rausch“ nennt.

Und der Rausch geht weiter, wenn es nach ihr geht. Am 7. und 8. November 2026 steht die zweite Auflage ihrer alternativen Buchmesse an. Auf einer noch größeren Fläche mit noch mehr Ausstellern. 5000 Quadratmeter, 150 Aussteller, 90 Veranstaltungen. Einige Hotels in Halle seien bereits ausgebucht, sagt Dagen, die dieses Jahr bis zu 10.000 Besucher erwartet.

In Loschwitz zieht derweil das Gewitter ab. Susanne Dagen öffnet die Terrassentür, nimmt ihre Hunde mit nach draußen in den Innenhof. Der Regen hat aufgehört, die Luft riecht nach nasser Erde und nach nassem Asphalt. Ihre Buchhandlung, ihre Buchmesse, ihr politisches Engagement – dieses Spielfeld wird sie nicht so schnell räumen.

www.messe-seitenwechsel.de

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