Die digitale Infrastruktur in Sachsen-Anhalt hat sich nach Angaben des Landesministeriums für Infrastruktur und Digitales in den vergangenen Jahren spürbar verbessert. Inzwischen hätten 97,53 Prozent der rund 1,1 Millionen Haushalte im Land Zugang zu Internetanschlüssen mit mindestens 30 Megabit pro Sekunde, teilte Ministerin Lydia Hüskens (FDP) am Donnerstag in Magdeburg mit. Anschlüsse mit mindestens 100 Mbit/s stünden 93,08 Prozent der Haushalte zur Verfügung.
„Wir haben beim Ausbau leistungsfähiger Internetanschlüsse erheblich an Tempo gewonnen und die Versorgung im Land spürbar verbessert“, sagte Hüskens. Mitte 2021 habe der Anteil der Haushalte mit Anschlüssen von mindestens 100 Mbit/s noch bei 84,43 Prozent gelegen.
Auch bei den schnelleren Verbindungen meldet das Ministerium deutliche Zuwächse. Der Anteil der Haushalte mit gigabitfähigen Anschlüssen von einem Gigabit pro Sekunde, einschließlich Kabelnetzen, sei von 25,96 Prozent Mitte 2021 auf 65,37 Prozent Ende 2025 gestiegen. Bei Glasfaseranschlüssen, die direkt bis ins Gebäude oder in die Wohnung verlegt werden (FTTB/H), habe sich der Versorgungsgrad von 13,07 Prozent auf 48,74 Prozent erhöht.
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500 Millionen Euro Fördermittel
Die sogenannten weißen Flecken mit Übertragungsraten von weniger als 30 Mbit/s seien nach Angaben des Ministeriums von knapp neun Prozent Mitte 2021 auf unter drei Prozent Ende 2025 zurückgegangen. Die verbleibenden Lücken lägen überwiegend in ländlichen Regionen, in denen der Ausbau wegen größerer Entfernungen und geringerer Besiedlungsdichte aufwendiger sei.
Seit Beginn der Breitbandförderung im Jahr 2008 seien insgesamt 500 Millionen Euro an EU-, Bundes- und Landesmitteln in den Netzausbau geflossen, vor allem in ländlichen Gebieten. Ergänzend hätten sich mehr als 30 Telekommunikationsunternehmen am eigenwirtschaftlichen Ausbau beteiligt, erklärte Hüskens. Das Zusammenspiel aus öffentlicher Förderung und privaten Investitionen habe wesentlich dazu beigetragen, die Versorgungslücken zu verringern.
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