Polizeieinsatz

Weißes Pulver und Drohbrief gefunden: Einsatz bei der AfD in Magdeburg

Ein Drohbrief mit unbekannter Substanz alarmierte Polizei und Feuerwehr zur AfD-Geschäftsstelle in Magdeburg. Der Verfasser bleibt unbekannt

3 Min
Die Polizei war am Montag in der AfD-Parteizentrale in Magdeburg im Einsatz.

Die Polizei war am Montag in der AfD-Parteizentrale in Magdeburg im Einsatz.

© Daniel Karmann/dpa

Ein Drohbrief mit einer unbekannten Substanz hat in Magdeburg einen Einsatz von Polizei und Feuerwehr ausgelöst. Das Schreiben ging am Montag im Parteibüro der AfD in der Schönebecker Straße ein.

Weil neben dem Drohschreiben eine zunächst unbekannte Substanz im Umschlag steckte, rückten Spezialkräfte an. Die Feuerwehr entnahm eine Probe und schloss eine Gefährdung aus. Wer den Drohbrief an das AfD-Büro in Magdeburg verschickt hat, ist nach Angaben der Polizei bislang unklar.

14 Feuerwehrleute und Spezialkräfte im Einsatz

Die Feuerwehr Magdeburg war mit 14 Einsatzkräften vor Ort. Darunter waren Spezialkräfte für ABC-Einsätze, die mit einem speziellen Messfahrzeug anrückten.

Die Abkürzung ABC steht für atomare, biologische und chemische Gefahren. Die Fachleute entnahmen eine Probe des Stoffes. Das Ergebnis fiel eindeutig aus: Eine Gefährdung wurde ausgeschlossen.

Weißes Pulver und Vergiftungsdrohung – was die AfD berichtet

Der Brief habe weißes Pulver enthalten, erklärte die AfD in einer Mitteilung. Das Schreiben habe für den Fall eines Wahlsiegs bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt den „Vergiftungstod ‚aller AfDler‘“ angekündigt.

Die Polizei nannte in ihrer Mitteilung weder den Wortlaut der Drohung noch eine Partei. Den genauen Inhalt des Schreibens bestätigte die Polizei nicht. Auch zur Farbe oder Art der Substanz machte sie keine Angaben.

AfD berichtet von Drohungen gegen Familien

Nach Darstellung der AfD blieb es nicht bei diesem einen Brief. In ihrer Mitteilung sprach die Partei von „Morddrohungen“ gegen AfD-Mitglieder.

In den vergangenen Wochen habe es massive Drohungen gegen Parteivertreter und deren Angehörige sowie Angriffe auf Wahlkämpfer gegeben. Vor einigen Wochen seien Vertreter der AfD zudem anonym beschimpft worden. Dabei sei ihnen unter anderem mitgeteilt worden, dass die Schulorte ihrer Kinder bekannt seien.

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Der Vorsitzende der AfD Sachsen-Anhalt, Martin Reichardt, äußerte sich in der Mitteilung der Partei zu dem Vorfall. „Gestern mussten wegen eines fingierten Giftanschlags in unserer Landesgeschäftsstelle Gefahrenstoffspezialisten der Feuerwehr und Polizeikräfte ausrücken“, erklärte Reichardt. Den Vorgang nannte er „einen weiteren Schritt der Eskalation“.

Ermittlungen zum Verfasser dauern an

Wer den Brief verfasst und abgeschickt hat, ist weiter offen. Die Polizei teilte mit, dass die Ermittlungen zu den Hintergründen und zum Verfasser des Schreibens andauern.

Der Fall fällt mitten in den Wahlkampf. Die AfD stellt das Drohschreiben nach eigener Darstellung in einen Zusammenhang mit der bevorstehenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Zu einem möglichen Motiv äußerte sich die Polizei nicht.

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