Dynamo Dresden hat Schalke 04 aus dem DFB-Pokal geworfen. Der 2:0-Sieg im ausverkauften Rudolf-Harbig-Stadion bringt den Zweitligisten erstmals seit zwölf Jahren wieder ins Achtelfinale – und beschert dem Verein zusätzlich eine ganze Menge Geld.
Was Dynamo schon verdient hat
Der Pokal zahlt gut. Für die Teilnahme an der ersten Hauptrunde erhält jeder Verein in dieser Saison 228.189 Euro, für die zweite Runde 456.377 Euro.
Weil Dresden das Achtelfinale erreicht hat, kommen weitere 912.755 Euro hinzu. Damit sind allein über die DFB-Prämien bereits 1.597.321 Euro sicher.
Dynamos bisherige Einnahmen aus dem DFB-Pokal
2. Hauptrunde 456.377 Euro
Achtelfinale 912.755 Euro
Bisher sicher 1.597.321 Euro
Dazu kommen die Einnahmen aus Eintrittskarten und Bandenwerbung. Diese Gelder teilen sich Heim- und Gastverein: Zehn Prozent gehen an den DFB, jeder Klub erhält 45 Prozent.
Bei 30.600 Zuschauern im Harbig-Stadion ist der Heimvorteil gegen Schalke deshalb auch finanziell relevant.
Was die nächste Runde bringt
Der nächste Schritt ist deutlich wertvoller. Erreicht Dynamo das Viertelfinale, gibt es 1.825.509 Euro – fast das Doppelte der Achtelfinalprämie.
Mögliche Einnahmen in den weiteren Runden des DFB-Pokals
Halbfinale 3.651.019 Euro
Finale, verloren: 4.024.234 Euro
Finale, gewonnen 6.036.350 Euro
Insgesamt möglich: 13.110.199 Euro
Selbst ein Ausscheiden im Achtelfinale ändert an den bereits verdienten 1,597 Millionen Euro nichts. Ein Sieg am 1. oder 2. Dezember würde die Prämien auf mehr als 3,4 Millionen Euro erhöhen.
Keine kleinen Klubs mehr übrig
Die Auslosung der Achtelfinals findet am Sonntag, dem 1. November, ab 19.15 Uhr in der ARD-Sportschau statt. Anders als in den ersten beiden Runden gibt es keine Lostöpfe mehr: Alle 16 Achtelfinalteilnehmer liegen in einem Topf.
Einen Dritt- oder Regionalligisten gibt es nicht mehr. Neben Dresden sind Kiel, Hertha, Bochum, Darmstadt und Kaiserslautern die einzigen Nicht-Bundesligisten – alle spielen in der 2. Bundesliga.
Ein großer Gegner, wie die Bayern oder Borussia Dortmund, wäre sportlich und finanziell attraktiv.
Ein Duell gegen Hertha, Bochum, Darmstadt oder Kaiserslautern wäre dagegen die realistischere Chance, gegen einen Gegner auf ähnlichem Niveau eine Runde weiterzukommen.
Mögliche Dynamo-Gegner im Achtelfinale
FC Bayern München
Borussia Dortmund
Bayer 04 Leverkusen
VfB Stuttgart
Eintracht Frankfurt
RB Leipzig
FC Augsburg
FC Köln
Borussia Mönchengladbach
SC Freiburg
2. Bundesliga:
Holstein Kiel
Hertha BSC
VfL Bochum
SV Darmstadt 98
FC Kaiserslautern
Warum Heimrecht wichtig bleibt
Das Heimrecht entscheidet im Achtelfinale nach der Reihenfolge der Ziehung. Nur Teams unterhalb der 2. Bundesliga haben weiterhin garantiert Heimrecht, wenn sie auf einen Erst- oder Zweitligisten treffen.
Für Dresden heißt das: Ein Heimspiel ist möglich, aber nicht garantiert. Trainer Thomas Stamm hatte nach dem Schalke-Spiel genau darauf verwiesen: „Hier zu Hause ist immer alles möglich. Gerade im Pokal bei dieser besonderen Stimmung.“
Die Achtelfinalspiele finden am 1. und 2. Dezember statt. Danach geht es erst im Februar mit dem Viertelfinale weiter, die Halbfinals sind für den 20. und 21. April 2027 angesetzt. Das Finale steigt am 29. Mai 2027 im Berliner Olympiastadion.
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